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Der Polterabend

Sie sehen ein Bild einem Brautpaar

So sieht´s nach dem Polterabend aus!

Der Junggesellenabschied ist gefeiert und die Hochzeit steht bald ins Haus, da fehlt nur noch der Polterabend. Woher genau der Brauch vom Polterabend kommt ist nicht gänzlich geklärt. Vielleicht kommt er von den Germanen, die mit Hilfe der Scherben die bösen Geister vertreiben wollten, vielleicht hat der Polterabend auch heidnische Wurzeln. Den Göttern wurden Opfergaben auf Tonscheiben gebracht, die anschließend zerbrochen wurden. Was fest steht, die zerbrochenen Scherben sollen dem zukünftigen Brautpaar Glück bringen.



Der Polterabend findet meist am Abend vor der Hochzeit statt. Das bedeutet natürlich auch, das die zukünftigen Eheleuten nicht zu wild feiern sollten. Deshalb wird oft ein oder zwei Wochenenden vor der Hochzeit gepoltert. Dann kann auch das Brautpaar ordentlich mit feiern. Einladungen müssen nicht ausgesprochen werden. Es muss natürlich der Termin bekannt gegeben werden, damit auch viele Leute zu der Feier kommen. Gäste bringen dann altes Porzellan, Ton- oder Steingefäße mit, welche dann zerbrochen werden. Ganz wichtig: kein Glas zerbrechen, das bringt Unglück und macht auch durch die feine Zersplitterung unnötige Arbeit und kann auch gefährlich sein. Noch schlimmer ist das Zerbrechen von Spiegeln, das bringt bekanntlich 7 Jahre Pech. Und wer wünscht den Eheleuten schon Pech. Das Brautpaar ist dann den ganzen Abend damit beschäftigt, die Scherben zusammen zukehren. Dies sieht man auch als Symbol für gemeinsames Tun in der Ehe, in guten und in schlechten Zeiten. Man sollte es dem Paar aber nicht unnötig schwer machen, sie wollen ja schließlich auch mit feiern. Es kommt nicht gut an, wenn man die zusammen gefegten Scherben nochmals ausschüttet oder sogar eine ganze Lkw-Ladungen an Porzellan ausschüttet. Es sollte im Rahmen bleiben. Ein paar Teller oder Tassen sind in Ordnung.

Für die Verpflegung ist ist das Hochzeitspaar zuständig. Da diese meist nicht genau wissen, wie viele Gäste kommen, empfiehlt es sich, nicht zu knapp zu kalkulieren. Am Besten einen großen Kessel Gulasch oder ähnliches und genügend Getränke auf Kommission kaufen.

Geschenke müssen auf einen Polterabend nicht unbedingt mitgebracht werden. Aber vor allem für Gäste, die nicht auf die Hochzeit kommen ist das natürlich eine nette Geste.

Es gibt auch Bräuche die auf einem Polterabend nicht fehlen sollten. So zum Beispiel wird die Hose des Bräutigams und manchmal auch der BH der Braut verbrannt und dann mit einer guten Flasche nach Wahl vergraben. Diese Flasche wird dann in ein paar Jahren geleert. Ein beliebter Brauch ist auch das Aufnageln der Schuhe der Braut auf ein Brett. Dies steht dann für die Bindung, welche die Braut mit der Ehe eingeht.

Ganz egal wie Sie Poltern, lassen Sie es zu einem lustigen und unvergesslichen Abend werden. Und vergessen Sie nicht vor lauter Fegen das Feiern.