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und Weise, nicht mehr und nicht weniger. Sie schrieb auch Sie habe mich lieb! Halt, Stopp, das kanns nicht sein. Sie dachte, wir wären fest zusammen. Toll, Jens, super gemacht! Aber ich war schon wieder zu entscheidungslahm um die Konsequenzen zu ziehen, wollte nicht schon wieder ein Mädchen verletzen müssen. Ich sprach mit einem Freund über die Situation, und über meine Blödheit, mich schon wieder in etwas hineinzumanövrieren, was ich so nicht wollte. Er machte mir klar, das ich es aber tun muss, sonst tuts Ihr nur noch mehr weh. Ich begann nachzudenken, ich war doch in meiner Gedankenwelt erwachsen geworden, also verhalte dich auch so! Und das tat ich auch, allerdings nur per SMS, ich schrieb Ihr, das ich nicht in der Lage bin, eine Beziehung zu führen. Und damit hatte ich auch absolut nicht gelogen. Sie antwortete nur oberflächlich, das müsse sie akzeptieren. Und schon wieder ein Herz gebrochen. Ein paar Tage später, rief Sie mich noch einmal an. Wir redeten erst um den heißen Brei herum, bis es dann doch auf den Punkt kam. Es kam meine neue Charaktereigenschaft, dass erste mal zum Vorschein. Ich war so ehrlich, das ich es fast nicht glaubte, das sollte mir in den nächsten Monaten noch oft begegnen. Sie schilderte Ihre Gefühle, Ihren Liebeskummer, das Sie sehr geweint hatte. Das verstand ich nun doch nicht ganz, es war doch gar nix passiert, die paar Tage, aber Sie sah das eben nicht so. Aber ich erklärte Ihr alles, meine Situation. Sie verstand schon. Wir wollten Freunde werden, was uns auch gelingen sollte. Wir trafen uns ein paar mal, und hatten immer „Spaß“ miteinander, aber im Bett immer wieder die gleichen kranken Gedankengänge. Ich bildete mir ein, Sie wäre Johanna....
Seit der Trennung von Johanna (das erste Mal, das ich Ihren Namen erwähne, aber wozu eigentlich Anonymität?) hatte ich auch Nachts oft den selben Traum:
...Wir trafen uns. Wir liefen aufeinander zu. Wir umarmten uns. Ich spürte Ihre Nähe und Ihre Wärme, wie als wäre es real. Ein unglaublich warmes und befriedigendes Gefühl. Wir führten wieder eine Beziehung. Ich sah Ihr lachen. Ich sah, dass Sie wieder glücklich war. Ich war es auch. Dann plötzlich wendete sich das Blatt. Ich sah nur Blut, ich sah Ihre Wut in Ihren Augen...
Dann wachte ich immer auf, saß senkrecht im Bett. Ich tastete mein Bett ab, ob ich auch wirklich alleine darin lag... Das habe ich in den ersten Monaten oft geträumt!
In den darauffolgendes Wochen hab ich mich oft dafür gehaßt, dass es nicht wirklich aufhören konnte. Sicher, der Alltag war da, und Johanna nicht wirklich noch gegenwärtig. Aber Sie erschien mir noch zu oft in meinen Gedanken, und ich war noch zu oft traurig. Ich versuchte mich selbst zu therapieren, ich war mir sicher, dass ich das kann. Besonders nachts, wenn ich wieder mal tausende von Kilometern im Auto war, musste ich oft an Sie denken, sowohl an die guten aber auch an die schlechten Ereignisse. Ich versuchte nun beide Gegensätze besonders intensiv zu spüren, beides in meinen Gedanken auszuleben. Wie als wäre ich mein eigener Therapeut. Ich stellte mir die gleichen Fragen, die mir in einer Therapiestunde auch gestellt worden wären. Konfrontierte mich mit ALLEN Ereignissen. Nacht um Nacht. Ich wollte ja selber das es aufhört...
Mein Bruder veranstaltete eine Party, auf der auch eine Ex-Freundin von mir sein sollte. Das war schon eine Weile her. Aber dieses Mädchen spielte in der Beziehung zu Johanna immer eine schlimme Rolle. Johanna war auf Sie besonders eifersüchtig. Gerade wegen Ihre wurde ich oft gedemütigt, musste oft Selbstmordversuche ihrerseits kompensieren, musste sehr viel Blut sehen, weil Sie sich gerade wegen Ihr oft aufschnitt. Na, jedenfalls war ich dann auf der Party, hatte mich richtig aufgestylt. Am Anfang war die Begegnung zu Ihr nicht gerade von überschwenglicher Freundlichkeit. Das hatte natürlich seine Gründe. Während der Beziehung zu Johanna musste ich mal mit Ihr telefonieren, weil Johanna mich mit Ihrem Selbstmordbegehren dazu zwang, und da habe ich bei dem Telefonat Dinge zu Ihr gesagt, die ich so nie gesagt hätte. Irgendwann begannen wir miteinander zu sprechen, und die Situation entspannte sich merklich, natürlich weil wir beide auch etwas getrunken hatten. Optisch reizvoll fand ich Sie schon immer... Meine Freunde Verliesen dann die Party um noch etwas zu unternehmen. Normalerweise wäre ich natürlich sofort mitgegangen, aber etwas hielt mich ab. So blieb ich dann Wir sprachen auch über unsere damalige Kurzbeziehung, und warum es von meinerseite nicht so funktionierte. Auch das verstand Sie wohl nicht so ganz. Aber was solls, versucht habe ich es ja immerhin. So ging ich irgendwann auf die Toilette. Was nun passierte, weiß ich nicht mehr ganz genau. Ich kam zurück, und plötzlich stand Sie vor mir, es dauerte keinen Augenblick und wir küssten uns. Das ging alles so schnell, das ich gar nicht begriff, wie mir geschah. Irgendwann zog ich Sie dann in ein kleines Zimmer, wo wir ungestört sein konnten. Sie meinte zu mir, dass dies nichts zu bedeuten hätte, und das es nur etwas einmaliges sein würde, und ob das ok für mich wäre. Natürlich war es das. Aber ich war sehr verkrampft, warum wurde mir erst später klar. Es machte mir nicht wirklich Spaß und als ich dann eine Stufe weiter gehen wollte, schliefen gewisse männliche Körperteile schon längst, und es wollte nicht klappen. Ich schob es auf den allolo. Ich bemühte mich, aber es waren so seltsame Gedanken in meinem Geist. Ich stellte mir vor, wenn das Johanna sehen würde, was würde Sie wohl denken. Anstatt von Lustgefühlen empfand ich eigentlich nur soetwas wie Rache, Rache für die ganzen Demütigungen, den ganzen Schmerz, den ich wegen Ihr ertragen musste.
Das Fehlen meiner Männlichkeit, rechtfertige ich mit einer ganzen Portion zu viel allolo, und das war ja nicht mal sooo gelogen! Im nachhinein wurde mir klar, warum ich so gehandelt hatte. Ich dachte, dass mich das Ereignis weiter bringen könnte, mich freier zu machen, aber naja, so richtig funktioniert hat es nicht, denn die Gedanken gingen weiter..
Ich beschloss, drastischer in meinem Handeln zu werden. Mich mit etwas zu konfrontieren, was ich eigentlich nicht mehr erleben wollte. Ich musste geschäftlich in die Nähe von Johannas Stadt, in der Stadt wo mich alles an Sie erinnerte, in der Stadt wo alles passierte, in der Stadt wo wir so viel Spaß miteinander hatten, in der Stadt in der ich Ihr sooft hintergelaufen bin, damit Sie sich nicht umbringt. Ich hätte natürlich auch einen anderen Weg wählen können, aber ich wollte den Mut aufbringen, diese Konfrontation musste unbedingt sein. So war ich nur noch wenige Minuten entfernt. Ich suchte einen passenden Radiosender, und zündete mir eine Zigarette an. Die Abfahrt der Autobahn war nun erreicht. Noch einwenig Landstraße, und ich war da. Mein Herz raste schneller als mein Motor und die Zigaretten gingen nicht aus. Ich versuchte alles genau zu betrachten, jede Stelle verband ich mit etwas, mit Schönem und mit Horror. Ein Wechselbad der Gefühle. Ich hätte einen anderen Weg zu meinem Ziel nehmen können, der mich nicht genau an Ihrem Haus vorbei geführt hätte, aber nein, du besitzt den Mut. Ich fuhr, und stand 5 Meter vor Ihrem Haus entfernt, ich hielt an, und betrachtete Ihr Haus, ich sah das Fenster, aus dem Sie sich sooft stürzten wollte, das nahm mir die Luft, ich musste weiter fahren, ich schickte Ihr so viel Kraft wie möglich , weil so nah würde Sie mir wohl nie wieder sein. Ich war traurig und auch ausgelaugt, man glaubt es nicht, aber diese 10 Minuten hatten mir unwahrscheinlich viel Kraft gekostet. Aber ich hatte es geschafft, und das war gut so, so wiederholte ich diese Action noch 2 mal in den nächsten Wochen...
Mittlerweile waren nun fast 4 Monate vergangen. Eigentlich ein ausreichender Zeitraum um alles zu vergessen, und es wurde auch besser. Ich konnte wieder ein Leben jenseits der Beziehung führen. Aber glaubt mir, das war ein mentaler Kraftakt. Es sollte Euch mittlerweile klar sein, das es hier um mehr ging, als um Liebeskummer. Ich musste meine eigenen seelischen Wunden lecken, denn ich war psychisch mehr angekratzt als ich glaubte, aber ich war nun auf dem richtigen Wege....am Ende des Tunnels war Licht.
Es dauerte nicht lang, und mein Bruder hatte kurzfristig arge Beziehungsprobleme. Wir waren dann am Abend in einer Disco und amüsierten uns königlich. Wenn wir beide unterwegs waren, hieß das immer Party ohne Ende, und das mit „Zwillingsbonus“. Die Disco war recht leer, und wir beiden waren so ziemlich die einzigen auf der Tanzfläche. Wir machten Party, so das wir in gewisser Weise ziemlich im Mittelpunkt standen. Wir flirteten was das Zeug hielt, es machte Spaß. So lernten wir zwei Mädchen kennen. Wir tanzten miteinander, und bald ging der Abend zu Ende. Wir tauschten Telefonnummern aus. Die Beziehungskrise meines Bruders war schnell wieder gelöst. Nun meldeten sich die beiden Mädls bei mir. Toll, jetzt musste ich mit Beiden Mädls was unternehmen. Aber kein Problem für mich, und wir gingen zu dritt in eine Bar. Ich quatschte was das Zeug hielt, aber ohne mich auf eine von Beiden zu fixieren, eigentlich auch ohne, von einen der Beiden wirklich was zu wollen. Naja, war recht spaßig. Wir verabschiedeten uns mit Küsschen, und wollten wieder mal was unternehmen. So machten wir es dann auch. Ich hatte mit meinen Kumpels einen Männerabend und wir tranken natürlich auch ein wenig. Eine der beiden Mädchen schickte mir eine SMS, ob wir noch was machen wollten. Es war gegen Mitternacht, warum eigentlich nicht. Sie sagte mir Sie sei in einer gewissen Bar, die mir aber nicht unbedingt was sagte. So holte Sie mich bei strömenden Regen ab. Ich ging mit Ihr und meinen Kumpels in einer Bar, wo wir uns dann noch mit dem anderen Mädchen und ein paar Freundinnen von Ihr trafen. Ich hatte mich zwar noch nicht auf eine der Beiden fixiert, aber aufgrund dieser Situation war das schon gesehen. Wir gingen dann in eine Disco. Naja, soll zwar nicht Machomäßig klingen, aber es dauerte abermals nicht lange, und wir küssten uns. Später gingen wir noch zu mir. Sie fragte mich, was dies für mich bedeute. Ich war ehrlich, und sagte Ihr, das ich das nicht wisse, das wird die Zukunft zeigen. Ehrlichkeit war ja mittlerweile meine neue Tugend. Sie fuhr später heim, ohne das was passiert war, aber sechsuell gesteuert war ich noch nie, so das dies auch völlig ok war. Am nächsten Morgen erwachte ich mit einem ziemlichen Kater neben meinem Teddybär. Ich dachte nach, was ich nun wollte. Ehrlich gesagt, hatte ich keine Ahnung. War ich schon wieder bereit für eine Beziehung? Gute Frage, tendenziell eher nein. Aber ich wollte mich nicht schon wieder von meiner Vergangenheit bremsen lassen, nein! Wir trafen uns dann am Abend in einer Disco und verhielten uns wie ein Paar, spätestens jetzt, musste ich mich entscheiden, und ich entschied mich für Sie, warum weiß ich auch nicht, wahrscheinlich wollte ich mir selber etwas beweisen, aber nur unterbewußt. Bewußt war ich an einer Beziehung zu Ihr durchaus interessiert.
So vergingen drei Tage, und mein Handy piepste. Eine SMS von Ihr erreichte mich mit folgendem Text: „Ich liebe Dich.“ Erst musste ich drüber lachen, nach drei Tagen? So schnell konnte es ja dann doch nicht gehen. Bei Ihr scheinbar schon. Im zweiten Moment fand ich das aber gar nicht mehr lustig. Das hiese ja schon wieder, das ich Verantwortung für einen Menschen übernehmen musste, Verantwortung für jemanden der mich liebt. Aber das konnte ich doch nicht! Ich ignorierte es, wollte noch keine Entscheidung herbeiführen. Das nächste Wochenende lud sie sich selber ein, dass Sie das ganze Wochenende bei mir verbringen würde. Naja, Sie dachte wahrscheinlich, dass ich mich darüber freute, aber ehrlich gesagt, tat ich das nicht. Aber Sie kam ja erst Samstag, so das ich Freitag noch mit einem Kumpel etwas trinken konnte. Samstag mittag kam Sie dann zu mir. War zwar ganz nett, aber wenn wir kuschelten, wieder diese „Scheißgedanken“. Ich bildete mir abermals ein, in meinem Bett würde Johanna liegen, spürte wieder die Wärme und Vertrautheit, die mir ein wohliges Gefühl bescherte, aber abermals kam das Gefühl der Enttäuschung. Ich dachte wirklich langsam, ich sei verrückt. Sie war schon ein nettes Mädchen, aber Sie machte entscheidende Fehler. Sie verplante schon nach diesem kurzen Zeitraum mein ganzes Leben. Das können wir ja im Winter so machen, und das machen wir so. Wie als wäre mein ganzes Leben auf Sie eingerichtet. Da merkte ich das erste mal, das etwas mit Ihr nicht stimmte. Am Abend gingen wir noch zu viert weg. Es war aber schon wieder so einengend, das ich in dieser Situation nicht sein wollte, aber Schluß machen wollte ich auch nicht, vielleicht konnte ich mich ja doch noch verlieben, man soll ja die Hoffnung bekanntlich nie aufgeben. Nachts kuschelten wir dann, aber ich kann nicht sagen, das ich Spaß dabei hatte. Immer wieder die gleichen Gedanken, wie als wäre ich verrückt, nicht steuerbar und ziemlich schmerzhaft. Am nächsten Tag waren wir beim Baden, um wieder so frischverliebt zu wirken, aber das beruhte nur auf Einseitigkeit. Ich erfuhr nun in den Gesprächen mehr über Sie, wer Sie war und auf welche Art Sie liebte. Ich erstellte für mich Ihr psychologisches Profil, und das gefiel mir nicht wirklich. Mit der Erfahrung, die ich hatte, konnte ich auch gut einschätzen, warum Sie so schnell Gefühle entwickeln konnte, warum Sie schon fast naiv den Dingen gegenüberstand. Ich hab allerdings nicht den Fehler gemacht, und Ihr Gefühle vorgetäuscht, das fand scheinbar nur in Ihrer Phantasie statt. Ich hatte Ihr ja schon an unserem ersten Abend gesagt, das ich nicht weiß, was die Zukunft bringen würde. An diesem Abend hatte die Freundin meines Bruders Geburtstag, und da gab es noch eine kleine Feier, wo wir auch hinfuhren. Es war recht lustig, super Wetter, und spaßig. Sie musste allerdings sehr früh aufstehen, so das wir ziemlich schnell wieder heim fuhren. Das war schon wieder so einengend, das ich das nicht wollte. Wie früher, musste ich wieder Rücksicht nehmen, mich wieder fügen. Für jemanden der verliebt ist, eine Selbstverständlichkeit in einer solchen Situation, aber für mich der Horror. Aber ich ließ mir nichts anmerken, wollte Sie nicht verletzen. Am nächsten Morgen musste Sie gegen 5 Uhr aufstehen. Und wie selbstverständlich machte Sie mich wach, und wollte noch knuddeln und quatschen. Aber ich war müde, und unter der Woche bekomme ich eh so gut wie nie Schlaf, so dass ich das nicht wollte. Aber das begriff Sie scheinbar nicht. Sie fuhr dann, aber nicht ohne mir eine Stunde später noch eine SMS zu schicken, dass Sie gut in der Arbeit angekommen wäre... So verging auch diese Arbeitswoche, welche sehr stressig war. Und ich wollte mich am Wochenende eigentlich amüsieren. Wir wollten Samstagabend auf ein Bürgerfest nach Regensburg fahren. Ich nahm einen Freund mit und fuhr selber, so dass ich nichts trinken konnte, was aber nicht schlimm war. So holten wir Sie dann ab, und trafen uns noch mit ziemlich vielen Freundinnen von Ihr. Wir kamen in Regensburg an und wollten uns amüsieren. Aber ich konnte nicht. Jetzt spürte ich erst, wie sehr mich das alles einengte. Sie hing nur an mir, lies mich keine Minute alleine, wollte nur knuddeln und knutschen. Das rollte mir die Fingernägel auf. Es lag nichtmal an Ihr, aber das eingeengte Gefühl, es fühlte sich so wie früher an, nein, das konnte ich nicht! Ich war kurz vorm Explodieren, ich fühlte richtige Platzangst. Ich war mies gelaunt, aber ohne mir etwas anmerken zu lassen. Ich wollte Party machen, und nicht den geliebten Freund spielen, was ich auch nicht tat. Ich schnappte mir dann meinen Freund, und wir seilten uns kurz ab. Meine Laune war auf einmal spürbar besser, so dass ich jetzt wußte was ich wollte, nur die Situation in Regensburg verhinderte, dass ich handeln konnte. Ich schleppte mich mit guter Miene über den Abend, aber Sie spürte schon, dass ich ziemlich gereizt war, aber ohne zu begreifen, das ein wenig mehr Freiraum schon gereicht hätte, um meine Laune erheblich zu bessern. Auf der anderen Seite konnte Sie ja nicht wissen, um was es ging. Meine kranke Psyche kam wieder zum Vorschein. Mein Drang frei zu sein.... Sie wollte bei mir übernachten, aber mit ein paar geschickten Ausreden, gelang es mir, Sie nach Hause zu fahren, ich brauchte Zeit zum Überlegen. Ich war dann recht früh, für meine Verhältnisse, daheim. Ich hörte noch ewig laute Musik, und betrank mich sinnlos. Ich entschloß mich unsere Beziehung zu beenden, und zwar am nächsten Tag, da Sie da wieder zu mir kam. Mein Bruder und seine Freundin kamen kurz vor Ihr. Ich hatte einen Kater. Sie war auch bald da. Ich hatte ja vor, gleich jetzt Schluß zu machen, aber die Anwesenheit von meinem Bruder verhinderte dies abermals. Ich verhielt mich abweisend, aber das spürte Sie nicht einmal. Ich hoffte, dass ich bald Gelegenheit hätte, mit Ihr alleine zu sprechen. Aber das sollte nicht so sein. Mein Bruder machte den Vorschlag, wir könnten doch auf so ein Dorffest gehen, im Grunde hätte ich ja nix dagegen gehabt, aber es kreuzte meine Pläne. Gut, hab mich breitschlagen lassen, und wir fuhren mit. Und wieder lies Sie keine Sekunde von mir ab. Nur hier war natürlich keine Möglichkeit Klartext zu sprechen, wobei ich mich natürlich auch scheute, Sie so verletzten zu müssen. Aber was blieb mir denn übrig??? Am frühen Abend waren wir dann wieder bei mir. Nur jetzt konnte ich nicht mehr, hatte ja dann noch gute Laune gehabt, und einfach so wie der Blitz aus heiterem Himmel zuschlagen, sorry, aber dazu bin ich zu weich. Wir lagen auf dem Bett und ich hatte Musik im Hintergrund laufen. Und plötzlich kam unser Lied. Nein nicht unser Lied, sondern das Lied von Johanna und mir. Immer wieder denk ich an dich, immer wieder vermisse ich dich, immer wieder. Ich träumte mich wieder ein meine Welt zurück, küsste jemanden, in der Situation körperlich meine Freundin, aber geistig küsste ich Johanna und liebkoste Sie mit meiner ganzen Zärtlichkeit. Das Lied ging zu Ende, und ich „erwachte“. Sie lag neben mir, und Sie lächelte mich an und meinte „Ich hoffe, du hast das auch gerade so gemeint, wie du es gesungen hast.“ Ich hatte leise mitgesungen, während ich Sie körperlich küsste. Auf einmal schlug ein Blitz in mir ein. Sie wagte es „unser“ Lied dazu zu mißbrauchen, um meine Gefühle für Sie bestätigt zu wissen. Sie konnte sicher nichts dafür, aber in dem Moment hasste ich Sie. Ich erfand dann schnell eine Ausrede, ich müsse noch Büroarbeit machen,und versteckte mich eine zeitlang hinter meiner imaginären Arbeit. Später suchte ich das Gespräch mit Ihr. Ich wollte begreifen, was hinter dieser Frau wirklich steckte. Ich blickte auf Ihre Seele, und verstand nun sehr viel. Warum Sie so extrem anhänglich war, warum Sie Ihre Gefühle so schnell offenbarte. Sie erzählte mir viel aus Ihrer Vergangenheit, zur Beziehung zu Ihren Eltern und zu Ihrer Schwester. Ich borte tiefer, das konnte ich ja. Alles war glasklar. Hier griffen Schutzmechanismen, akute Verlustängste, und ein arg gestörtes Selbstbewußtsein. Sie erzählte mir, über Ihre psychischen Probleme in Ihrer Vergangenheit. SELBSTVERLETZENDE VERHALTENSWEISEN, SELBSTMORDGEDANKEN.....!!!! Ich versuchte Ihr zu erklären, warum vieles so sei, schilderte Ihr Lösungen, um dem zu begegnen. Ich wollte in dieser Situation gerade nicht sein. Schon wieder, nein nicht schon wieder. Wieso passiert mir das ein zweitesmal? Nach unserem Gespräch „wachte“ Sie wieder auf, und fragte sich selber, warum Sie mir das alles erzählt hatte. Ich kam auf meine Vergangenheit zu sprechen, über meine Kenntnisse über diese Dinge. Sie meinte nur, das Sie so einen Freund gebrauchen könnte, auch als „Psychiater“. Aber das werde ich nicht noch ein zweites mal tun. Sie fragte mich „Liebst Du mich eigentlich?“ Ich hatte schon fast ein wenig Mitleid mit Ihr, und wollte fast etwas falsches sagen, aber ich sagte: „Tut mir sehr leid, aber Liebe ist das falsche Wort, es dauert sehr lange, bis ich mich in einem Menschen verliebe.“ Das wollte Sie sicher nicht hören, aber sie versuchte es zu verstehen. Ich entschloß mich, Ihr diese Geschichte zu geben. Wir gingen dann ins Bett. Schluß machen konnte ich nicht, das wäre jetzt die falsche Situation gewesen. Sie kuschelte noch mit mir, aber es war für mich eine Qual. Die Nähe machte mich wahnsinnig. Ich schlief schnell ein. Am nächsten Morgen fuhr Sie wieder zu Arbeit, um mich dann am Abend anzurufen. Sie schilderte mir, dass Sie diese Geschichte gelesen hätte und das Sie dabei geweint hätte. Viele Frauen haben diese Geschichte schon gelesen, und dabei geweint, aber Sie meinte Sie hätte sich darin wiedererkannt. Sie schilderte mir auf welche Art Sie sich selbst verletzt hatte. Sie fragte mich, ob ich Ihr die Internetadresse geben könne, von der am Anfang der Geschichte die Rede ist. Nein, das konnte ich nicht, denn damit ist der Stein schon mal ins Rollen gekommen... Ich sagte Ihre, Sie sollte nicht zu viel darüber nachdenken, denn das wäre nicht gut für Sie. Das
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