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auf Wärme, Geborgenheit. Dann komme ich, die Inkarnation von Wärme und Geborgenheit. Das bringt doch ihr ganzes Konzept durcheinander, oder doch nicht? Sie sagte doch zu mir: „Ich habe mir immer jemanden gewünscht, der mich in den Arm nimmt und einfach lieb hat und jetzt bist du da...“ Ich habe mir immer jemanden gewünscht... Wenn sie sich immer jemanden gewünscht hat, wieso dann 3 Jahre keine Beziehung? Aus Angst vor Bindung? Eben, genau das. Nur jetzt war ich da. Aber das spricht nicht dagegen. Sie wußte, sie wird bald weg sein. Das ist alles nur zeitbegrenzt, da muß man keine Angst haben. Nur bin ich nun mal so, wie ich bin. Unwahrscheinlich warm. Das merkt sie, das fühlt sie. Sie verliebt sich, in mich. Das bringt sie aus dem Konzept. Jetzt hätte sie etwas nicht machen dürfen, sie hätte nicht dazu stehen dürfen! Das war ihr Fehler, für ihre Gefühlswelt! Denn sonst hätte es durchaus bis November funktionieren können. SIE hat damit angefangen, mit „Ich hab dich lieb!“ SIE, nicht ich. SIE hat zuerst damit angefangen, mich ihrer Freundin „ausleihen“ zu wollen. Sei doch froh, das ich dich nur ausleihe und nicht hergebe. Das war IHRE Aussage. Gegen jedes Konzept. Dann kann sie schlecht erwarten, das ich mich dagegen wehre. Ich bin mir sicher, sie wollte kein Gefühl entwickeln, war wohl eher als sechsaffäre geplant. Das hätte in ihr Konzept gepaßt. Wärme ja, Gefühle nein. Nur mit Gefühlen wird man blind. Und wenn man dazu steht, dann kann man nicht in der Phase der frischen Verliebtheit schon an das Ende denken. Das bekommt kein Mensch hin. Sie hätte sich am anfang einfach nicht verlieben dürfen. Warum sie das tat, ist auch klar. Dazu nur ihre Aussage: „Ich habe noch nie einen Mann kennengelernt, der mich so behandelt, wie du micht.“ Jetzt passiert eins, sie merkt, welch starkes Gefühl zurückkommt. Das setzt sie enorm unter Druck. Sie beginnt nachzudenken. Sie muß zurück zu ihrem Konzept finden. Also muß sie die Situation zurückschrauben. Die Situation und ihr Geühl reduzieren. Es gibt Menschen, die können ihr Gefühl einfach so reduzieren. Sie kann das und tut es auch. Dann eben das Gespräch, nachdem ich dann Schluß machte. Sie hätte eigentlich erleichtert sein müssen. Aber sie spürte, dass sie es nicht war. Es tat weh. Ich war weg. Mit der Reaktion hatte sie wohl nicht gerechnet. Sie fühlt sich alleine, ist wieder ohne Wärme. Das realisiert sie blitzschnell und versucht mich zurückzugewinnen, was ihr gelang. Dann eben der Satz, bei dem ich ein paar Seiten vorher meinte, er wird noch wichtig. Die Aussage: „Ich hatte wohl Angst, Wärme und Geborgenheit zu verlieren.“ Das war eigentlich die falsche Antwort auf die Frage. Für mich. Für sie war´s die Richtige. Für mich hätte sie sagen müssen: „Ich hatte Angst dich zu verlieren, weil ich dich lieb habe.“ Nur ab dem Zeitpunkt ging es nicht mehr wirklich um mich. Das wußte sie natürlich bewußt nicht. Es ging nur noch um Wärme und Geborgenheit, die ich ihr im vollen Umfang gab. Jetzt zieht sie nach Kempten. Die Definition als Zeitbeziehung passt eigentlich wieder in ihr Konzept, besser gesagt, in ihr unterbewußtes Konzept. Nur ist sie jetzt daheim. Sie merkt, das sie viel Zeit für viele Dinge braucht. Sie fühlt sich überfordert, weil ich ihr eben soviel Gefühl zeigte. Damit kommt sie nicht klar. Sie weiß, dass ihre Wochenenden ausgefüllt sind. Sie ist jetzt wieder daheim, in ihrem „Nest“, welches auch Geborgenheit und Wärme vermittelt. Und genau dann kann man ja auch darauf verzichten, diese von mir zu erhalten. Also fliege ich aus ihrem Konzept. Sie macht Schluß. Das kann man nicht, wenn man wirklich verliebt ist. Das Argument, das ich es ja auch tat, zählt hier nicht. Ich machte zwar Schluß, aber nur weil sie es bereits für die Zukunft tat. Sie schreibt mir diesen Brief. Die Gründe mögen alle stimmen, mögen ehrlich sein. Nur ein was paßt so nicht. Nämlich das „Timing.“ Will heißen, wenn es doch so wäre, dass sie nicht damit klar kommt, das sie den Zeitplan bestimmt, dann hätte sie doch erst mal testen müssen, dass sie damit nicht klar kommt. Denn dies wäre ja erst in Zukunft ein Problem gewesen. In Ingolstadt stellte sich das Problem nicht. Da nämlich hatte sie genügend Zeit. Es paßt so nicht. Sie kann mir nicht Montag noch schreiben, wie schön das Wochenende war, das sie sich auf das Nächste freut. Sie kann mir nicht Mittwoch noch eine süße E-Mail schreiben, um dann am Donnerstag Schluß zu machen. So schnell kann man nicht wissen, das man die Wärme und Geborgenheit nicht braucht. So schnell kann man sein Konzept nicht ändern. Für so eine Entscheidung braucht man entweder Zeit, die sie nicht hatte, oder eine Situation. Nur welche? Ich hatte ihr diese Situation nicht gegeben. Hier fehlt noch ein Steinchen im Mosaik. Und was ist das Steinchen? Ich habe lange darüber nachgedacht. Für so eine Situation braucht man Gespräche, Personen. Die wird sie wohl gehabt haben. Spielt dieser Pauli dabei eine Rolle? Ich denke schon. Ich will ihr nicht unterstellen, dass sie wegen ihm die Beziehung beendet hatte. Aber er spielt eine Rolle. Der Kontakt zu Ihm in den letzten Tagen war schon ziemlich häufig. Das kann kein Zufall sein, so naiv bin ich nicht. Er war wohl jemand, der ihr bestätigte, dass es richtig ist, das sie ihr altes Konzept bei behalten sollte. Er wird sie wohl in ihrer Meinung bestätigt haben, wohl nicht ganz selbstlos. Und dann tut man es einfach, man steht zu seiner Meinung. Wenn man so lange keine Beziehung hatte, wie sie, dann lebt man in seinem Unterbewußtsein immer seine nächste Beziehung, so wie sie sein soll. Und dann lernt man eben mich kennen. Und dann liebt man etwas an den Menschen heraus. In dem Fall, Wärme, Geborgenheit. Diese braucht sie, sonst hätte sie nicht ihr ganzes Bett voller Kuscheltiere und könnte ohne ihr Kuscheltuch nicht schlafen. Dann genieße ich die Wärme und Geborgenheit, die ich erhalte. Dann kommt auch der Ego-Kick, das es jemanden gibt, der mir den Himmel auf Erden holt. Das genoß sie in vollen Zügen. Dann bin ich eben wieder zu Hause und spüre, das ich die Wärme und Geborgenheit nicht mehr brauche. Dann gibt es jemanden, der dich in deiner Meinung unterstützt, etwas richtiges zu tun. Und dann tue ich es, ich befreie mich von dem, von dem ich mich am leichtesten befreien kann, um wieder mein Konzept zu haben, ich fühle wieder mit Vernunft und Verstand. Und der sagt mir, dass ich nicht fühlen will, sondern frei sein möchte....und ich mache mich frei, frei für mein Leben, frei für meinen Egoismus.....Ich mache Schluß! Ich treffe einfach eine Bauchentscheidung. Das hat sie nicht am Montag schon gewußt, wie sie meinte. Nein, erst am Mittwoch, als sie mit Pauli fern schaute. Für Bauchentscheidungen braucht man keine Zeit, man trifft sie einfach....auf meine Kosten. Da ich natürlich alles wissen möchte, möchte ich auch wissen, wie groß die Rolle vom Pauli wirklich war. Und ich bekomme alles raus....Vielleicht haben sie ja jetzt eine Affäre, nur diesmal wird sie den gleichen Fehler wohl nicht machen, zu ihrem Gefühl zu stehen! So dumm wird sie nicht sein, na dann viel Spaß. „Ich denke immer in „weiß“ oder „schwarz“ die Grautöne fehlen“ das war ihre Aussage. Ich fühle, oder ich fühle nicht..... Es fühlt sich gut an, endlich mal zu seinen eigenen Intuitionen zu stehen.... Soviel zu ihr, jetzt mal zu mir: Ja, es war alles viel zu viel. Es war viel zu heftig. Es war unvernünftig. Nur was wäre denn vernünftig gewesen? Mir Zeit zu lassen, mit meinen Gefühlen? Wie hätte ich denn das machen sollen? Zeit hätten wir nicht gehabt. Also tust du eins, du versuchst soviel wie möglich Gefühl, soviel wie möglich Wärme zu geben. Du versuchst quasi eine ganze Beziehung in so kurzer Zeit wie vorgegeben, zu erleben. Deswegen war es wahrscheinlich auch so schnell, so viel. Aber es war zu viel. Diesen Fehler muss ich mir eingestehen. Letztenendes muß ich diesen Fehler selber ausbaden. Ich hätte es einfach anders sehen müssen. Manchmal träumt man, und will aus diesem Traum nicht aufwachen, weil er sich gut anfühlt. Und so war es hier aufjedenfall. Es fühlte sich gut an. Es gibt hier viele „was wäre wenn“ Fragen. Was wäre gewesen, wenn sie nicht nach Kempten gezogen wäre? Vielleicht hätte es dann bis November klappen können. Sie hätte nicht den Druck aufbauen müssen, alles unter einen Hut zu bekommen. Was wäre gewesen, wenn Australien nie ein Thema gewesen wäre, hätte es diesmal funktioniert? Das kann man natürlich nie wissen. Aber ich hätte vieles dafür getan. Sicher waren wir in vielen Dingen sehr unterschiedlich. Der Übergang von Verliebtheit zu Liebe ist nun mal der, das sich Denkweisen angleichen, indem man Kompromisse eingeht, die für beide befriedigend sind. Vielleicht hätten wir das geschafft. Was wäre gewesen, wenn es bis November funktioniert hätte? Ich hätte sie zum Flughafen begleitet, hätte sie in den Arm genommen und hätte gesagt: „Paß auf dich auf.“ Ich hätte wahrscheinlich nicht aufgehört zu hoffen. Wer weiß schon was in einem Jahr gewesen wäre, wer weiß das schon? Für mich wäre diese Situation besser, als die jetztige gewesen. Sie hätte mich damit nicht verletzt. Sicher wäre ich sehr traurig gewesen, aber eben nicht verletzt. Und jetzt bin ich da, wo ich immer bin. In einer Position, wo ich ziemlich banale Frage, ihre Beziehungsvergangenheit betreffend und erwartete eine nichtssagende Antwort...sie antwortete erst eher unklar und ich schaute sie etwas fraglich an. Wußte nicht, was sie mir da gerade erzählten wollte. Und sie erzählte....Sie erzählte mir Sachen, jenseits von dem, was ich bis dato gehört hatte. Frauen haben mir viele Sachen anvertraut, traurige, ernste, tiefgreifende, aber das hatte ich noch nie gehört. Im Ansatz sicher, noch niemals in dieser Intensität. Mich schockt ja sonst nichts, das hat mich geschockt. Wie kann man einem Mädchen, soetwas antun? Wie können dann Männer, einer Frau soetwas antuen? Jetzt musste ich Psychologe sein, ob ich wollte oder nicht. Das erzählt dir keine Frau, wenn sie nicht endlich mal darüber reden muß. Ich hörte zu, und mir wurde eher übel, versuchte mich aber trotzdem auf ihre Sätze zu konzentrieren. Ich brauchte ersteinmal eine Pause und ging auf die Toilette. Ich weiß, Frauen erzählen mir sehr schnell, sehr viel. Aber so schnell, soetwas. Ich wollte nicht in dieser Situation sein, war ich aber nun einmal. Sie redete und redete. Sie tat mir endlos leid, ich hätte sie am liebsten in den Arm genommen, ganz fest gedrückt, ihr ihre Gedanken, Erinnerungen genommen. Nur das konnte ich nicht. Ich konnte nur zuhören, sie verstehen, sie ein wenig unterstützen, wenn sie schon so viel erzählt, wie sie es erzählt. Hätte ich nur diese banale Frage nicht gestellt. Andere Männern hätten wahrscheinlich nicht zugehört, würden solche Gespräche unterbinden. Ich kann, will dies nicht. Wenn schon, denn schon. Wir liefen dann nach Hause zu ihr, ihr ging es ziemlich mies, das spürte ich. Wir blieben stehen, und sie umarmte mich. Sie sagte zu mir, sie verstehe nicht, warum sie mir das erzählt hätte, nach dieser Zeit. Das wüßte so gut wie niemand. Ich würde vieles Geben, um die Antwort auf diese Frage zu wissen. Warum lassen sich Frauen immer auf die Seele blicken und gleich so wahnsinnig tief. Vmündlichlendingen hatte ich ja gar nichts gemacht, ich war einfach nur anwesend. Das kann doch eigentlich nicht reichen, aber offensichtlich tut es das...immer...nur noch nie so schnell, so extrem wie diesmal. Ich fragte sie, ob sie irgendwann aufgehört hätte zu weinen, da mich wunderte, das sie das die ganze Zeit über nicht tat. Ja, das hätte sie, meinte sie zu mir. Obwohl ich Tränen in ihren Augen sah, als sie mich umarmte. Als wir im Bett lagen, umarmte ich sie zaghaft. Sie schlief schnell ein, oder tat zumindest so. Ich konnte lange keinen Schlaf finden, das Erfahrene arbeitete in meinem Kopf. Ich kenne mich nun mal mit dieser verdammten Psychologie ein wenig aus. Solche Erlebnisse rufen einfach ein Posttrauma aus, verändern dich. Ich sagte ja, das manches für mich schon skeptisch war. So ein richtiges Gesamtbild gab es allerdings noch nicht...noch nicht! Als ich am nächsten Morgen neben ihr aufwachte, sah ich eine andere Frau in ihr. Das ist aber nur positiv gemeint. Soetwas zu erzählen, setzt Vertrauen voraus und das durfte sie mir gegenüber gern haben. Ich sagte ihr, sie müsse kein schlechtes Gewissen haben, das sie mir das alles erzählt hatte. Wir wollten nun nach Ingolstadt fahren. Sie fragte mich, ob ich das denn überhaupt noch wolle, nachdem sie mir dies alles erzählt hatte. Ich sagte ihr, das sie dahingehend keine Angst haben müsse... Wir fuhren dann zu mir und schauten mit enrico und seiner Freundin fern. Blöderweise hatte ich an dem Abend kein Personal mehr, so dass ich geschäftlich weg musste und sie natürlich mitnahm. So hatten wir ja wiedereimal jede Menge Zeit zum Reden. Wir kamen dann auf ein Thema, was eigentlich ja zum Schmunzeln anregt, aber genauer betrachtet, gar nicht so witzig ist. Sie erzählte mir da etwas von Wiedergeburt. Sie würde daran glauben. In ihrem früheren Leben war sie eine Heilerin und im nächsten Leben wird sie eine Hexe sein....oder so ähnlich. Das so von einer intelligenten Frau zu hören, war nun schon ein wenig verblüffend. Wenn man an Wiedergeburt glaubt, dann doch wohl aus religiösen Hintergründen. Die hat sie aber nicht. Ich sagte ihre, wie ich zu solchen Sachen stehe. Für mich stellte sich eher die Frage, wie man an soetwas glauben kann, ich meine so richtig...? Was da dahinter steckt, liegt zumindest für mich auf der Hand. Ich denke, das hat etwas damit zu tun, das man mit seinem Leben nicht zufrieden ist und die Hoffnung auf ein besseres Dasein quasi nur in der Wiedergeburt sieht. In Kombination, mit dem was sie mir über sich und ihre Vergangenheit erzählt hatte, durchaus nachvollziehbar. Zumindest dann, wenn man sich solche Gedankengänge als Kind tief in sein Unterbewußtsein einprägte. Wie dem auch sei. So fuhren wir die ganze Nacht durch die Gegend. Nachdem sie mir ja soviel anvertraut hatte, war es wohl auch an der Zeit, dass ich ein wenig mehr über mich erzählte. Ein wenig ist gut, alles ist besser. Ich erzählte ihr von allen Frauen, von allen Geschichten, welche ich so erlebt hatte. Auch von Johanna. Irgendwann waren wir daheim und gingen schlafen. Am nächsten Morgen wachten wir auf. Geri besuchte uns dann. Ihr Verhalten war ein wenig seltsam. Nicht so lieb, wie sonst. Am Abend vereinbarten wir, ins Casino zu gehen. Sie fand das erstmal ok. Dann wollte ich ein wenig schmusen, aber sie wies mich ziemlich schroff ab. Hallo, was soll denn das jetzt?? Solche Stimmungsschwankungen kenne ich nur zu gut, und die mag ich gar nicht. Dann wollte sie auch aufeinmal nicht mehr mit ins Casino. Sie hätte keine Lust.... Sag mal, was geht denn jetzt ab? Gut, dann vereinbarten wir, dass ich sie nachhause fahre, und alleine ins Casino gehe. Nachdem wir die Hälfte der Fahrt hinter uns hatten, entschied sie sich um, um wollte nun doch mit. Auch gut, freut mich. Frauen halt, sie wissen eben nie, was sie wollen. Wenn es doch nur so einfach wäre. Der Abend wurde dann ziemlich lustig. Sie war gut drauf, und wir hatten Spaß. In der Nacht fuhren wir dann wieder zu ihr. Mhhhh...was ist denn nun schon wieder? Andere Männer würden denken, sie sei müde...aber ich denk das nicht. Sie starrte wärend der ganzen Fahrt nur wortkarg Löcher in die Luft. Ihr gingen offensichtlich viele Sachen durch den Kopf. Aber diese Stimmungsschwankungen waren doch ziemlich extrem. Na gut, ich kommentierte das nicht, wenn sie so drauf ist, dann soll sie eben so drauf sein. Bei ihr angekommen, legte ich mich ins Bett und schmuste mit ihren Katzen. Sie war im Bad, das Telefon klingelte, sie hob nicht ab. War mir schon klar, sie dachte wohl, es wäre ihr Ex-Freund. Hatte ich schon mitbekommen, dass er ihr noch nachtrauerte. Mir entgeht nun mal nichts. Siehe weiter oben, Pin von seiner EC-Karte.... Sie regte sich ziemlich drüber auf. Ich fragte Sie, ob sie meint, es wäre ihr Ex. Aber sie meinte nur, ziemlich schroff, das wäre er nicht. Und morgen schneits hoch zu. Das Telefon klingelte noch ein paar Mal, ging mir endlos auf die Nerven. Das hatten wir doch schon bei Johanna mit ihrem Ex. Das sich alles immer wiederholen muß. Sie schaute noch zum Fenster, wie als wäre sie der Meinung, er stände vor der Tür. Ich schielte schon mal zu meinen Klamotten, man weiß ja nie, was in Ex-Freunden so vor sich geht.... Kuscheln war auch nicht mehr...Stimmungsschwankungen hin und her, aber das war schon heftig.... Am nächsten Morgen wachten wir wieder auf..sie meinte, ob ich noch Frühstück wolle...noch Frühstück wolle...Sie war aber eigentlich wieder lieb. Sie entschuldigte sich für ihre Launen gestern. Nun nicht wirklich direkt, aber erkären wollte sie mir das schon, den Eindruck hatte ich zumindest. Sie wäre jetzt schon lange single, und das war wohl ein wenig viel auf einmal. Sie meinte, wir sollen es in Zukunft langsamer angehen lassen. Gut, wenn sie meint. Ich sagte zu ihr, dann soll sie das timen, ich könne das eh nicht. Hatte ich das nicht schon zu Sandra gesagt. Ihre eigentliche Bindungsunfähigkeit lag für mich klar auf der Hand. Aus welchen Gründen auch immer. Aber wie soll es auch anders sein. Dann schauten wir noch ein Fotoalbum an. Da war sie mit ihrem Ex im Urlaub. Naja, interpretiere man das, wie man wolle... Die Woche verging, und wieder liebe, süße SMS...Ich begriff die ganze Situation, so wie sie sich mir darbot schon. Mir war wohl auch klar, das wir nicht am Anfang einer Beziehung waren, zumindest nicht im üblichen Sinne. Wohl wiedereinmal irgendwas dazwischen. Ob mir das nun paßte oder nicht. Am Freitag war ich dann wieder bei Ihr. Mehr zufällig, weil ich geschäftlich in der Nähe war und auch wieder heim mußte. Sie war lieb und zuckersüß. Wir fingen wieder an zu reden. Aber das war so ein reines Therapiegespräch. Ein anderes Wort fällt mir nicht dazu ein. Sie erzählte mir die Sachen, wie schon oben erwähnt. Ihre Gedanken, ihre Träume, ihre Vorstellungen, ihre Verletzlichkeit. Genauer will ich hier nicht darauf eingehen. Aber letztlich begriff ich ihre posttraumatischen Zustände, so kam es mir zumindest vor. Viele Gedankengänge, die nur nachvollziehbar waren, wenn man davon ausgeht. Ich fragte mich, wie sie eigentlich jemals eine normale Beziehung führen konnte. Und davon musste ich ja ausgehen, sie wollte immerhin schon mal heiraten. Das ich das alles so verstehe, mich in ihre Situation hineindenken kann, das ist zum einen gut, aber zum Anderen, wirklich notwendig? Ich will ihr Freund sein, nicht ihr Therapeuth...nur war ich wohl viel weniger ihr Freund... Am Samstag ging ich dann mit meinen Jungs weg, um am Sonntag wieder zu ihr zu fahren. Und wieder das gleiche Spiel, die reinsten Therapiegespräche. Aber wahrscheinlich auf Gegenseitigkeit. Ich erzählte ihr auch sehr offen über meine Gefühlswelt, meine Ansichten und Denkweisen. Das alles hatte schon einen interessanten Aspekt. Klingt irgendwie blöd, aber die Gespräche waren auf einer Ebene, die kann man nicht beschreiben. Ob mich das stolz machen soll, oder eher bedrücken, keine Ahnung. Ich fuhr dann sehr spät nachts, ne eigentlich war es schon früh am nächsten Morgen. Die folgende Woche verbrachte ich oft im Internet um mich über gewisse Dinge zu informieren. Damit meine ich ihre Denkweisen, ihre Verhaltensmuster. Fand ich nicht wirklich positiv, dass schon wieder tun zu müssen. Nur bin ich nun mal so, Dinge will ich verstehen, und nicht einfach hinnehmen. Ihre Charakter war schwierig. Das ist eine Tatsache, nur war der auch eine Herausforderung. Und soetwas liebe ich, obwohl es mal einfacher auch nicht schlecht wäre, nur das ist wohl mein Schicksal....Die SMS waren die Gleichen, zuckersüß und mega-goldig. Ich dachte über meine Gefühle nach. Konnte ich aber nicht einordnen, oder wollte ich das viel eher nicht. Mir war klar, das sie Bindungsängste hat. Nur wieso lies sie sich dann trotzdem ein Stück weit auf mich ein? Hätte sie ja nicht tun müssen. Am nächsten Wochenende fuhr ich wieder Freitag zu ihr. Wir gingen erst mit ihrer Schwester ins Kino. War recht lustig. Dann fuhren wir zum marc. enrico und Chudi waren auch da. Wir gingen dann in eine Kneipe. Sie fuhr mit meinem Auto, ich fragte sie auch ausrücklich, ob ihr das recht sei und sie nicht trinken wollte.... Gut, ich trank ziemlich viel. Dann waren wir noch bei einer Freundin zuhause und ich trank weiter. Ihre Laune wurde schlechter, aber das muss ich auf meine Kappe nehmen. Sie kannte ja niemanden und ich muß mich voll laufen lassen. Sorry....Wir fuhren dann gegen 2 zu ihr und gingen erst mal ins Bett, kuscheln wollte sie nicht. Ich hatte das Gefühl, das wir jetzt reden mussten. Wir standen wieder auf und quasselten drauf los. Ich war wieder nüchtern... Das Gespräch dauerte insgesamt 4 Stunden bis 7 Uhr. Heftig. Und was kam dabei heraus...? Das Übliche. Klingt hart, war aber so. Beziehung will sie keine, Beziehung wollte sie keine. Nur dann kam ich. Ich wäre nicht so, wie die anderen Männer. Mit mir kann man reden, und ich will nicht nur mit ihr ins Bett. Das kennt sie nicht. Aber sie hat Angst, Angst sich wieder so zu verhalten, wie in ihrer vorherigen Beziehung. D.h. Wieder das brave Hausmütterchen zu sein. Sie hat Angst, das sie aufwacht, und wieder eine Zahnbürste mehr in ihrem Bad vorfindet. Alles schön und gut. Aber das hätte sie mir so gesehen nicht erzählen müssen, das war mir eh klar. So ein Gespräch auf Stunden ausgedeht, da kann man viel reden und viel verstehen. Ich war wieder Psychologe und erklärte ihr, das ich so eine mega feste Beziehung eh nicht führen kann, und das sie keine Angst haben müsse, wieder so zu werden, wie früher. Das würde ich eh nicht zulassen. Wie dem auch sei, war ja nun geklärt, dass wir nicht zusammen waren, sondern letztlich irgendwas, keine Ahnung was. Es war alles gesagt, ihr Druck war weg und wir konnten wieder miteinander kuscheln.... Um am nächsten Morgen , bzw. Mittag wieder aufzuwachen. An diesem Abend hatte sie meine Freunde zu sich eingeladen. Sie wollte kochen und wir wollten etwas trinken. Fand ich total lieb von ihr, eigentlich. Nur wenn sie doch keine Beziehung führen will, was läd sie denn dann meine Freunde ein? Ist hier nicht schon wieder das brave Hausmütterchen? Das ist wohl ihr angeeignetes Verhaltensmuster. Das merkt sie wohl selber gar nicht. Aber insofern, sind ja ihre Ängste begründet. Wenn sie das schon ohne eine wirkliche Beziehung tut, wie wäre es dann in einer wirklichen. So tranken wir alle etwas und spielten Gesellschaftsspiele. Es war lustig, sie war gut drauf... Meine Jungs gingen dann. Und wir redeten wieder...gleiche Themen wie immer. Aber das war ja so ok. Ihre Stimmung ging stetig abwärts, wie auch sonst. Also wieder Psychologe sein. Ihr ging es ziemlich mies...Wir kamen auf mein alloloverhalten zu sprechen. Was dabei heraus kam, war wiedermal ein Posttrauma. Es ging ihr nicht um allolo, sondern viel mehr um Bier. Genauer möchte ich das nicht kommentieren. Nennt es Datenschutz. Durchaus nachvollziehbar. Ehrlich. Nur machte ich ihr klar, das sich daran nichts ändern würde, egal in welcher Form unseres Zusammenseins. Dann meinte sie irgendwie, sie wäre jetzt gern bei ihren Eltern. Und genau deswegen könne sie auch keine Beziehung führen, weil sie eben nicht machen könne, was sie wolle....ja ja ja, in Luft auflösen kann ich mich jetzt trotzdem nicht. Ich sagte ihr, sie könne ruhig zu ihren Eltern fahren (es war schon sehr spät, aber ihre Eltern verteilen Zeitungen, und da hätte sie gern geholfen), mich würde das nicht stören. Sie rief doch tatsächlich ihre Eltern hat und fragte, ob sie helfen könne. Konnte sie offensichtlich nicht, also blieb sie.... Wie nett! Dann lag sie so da, und wir redeten wieder mal auf einer rein analytischen Ebene, ich wolle sie ja verstehen. Ich fragte sie was denn los sei, und sie erzählte und erzählte...“Weißt du wie das ist, weinen zu wollen und nicht zu können...?“ Das war eine ihrer Aussagen.... Irgendwann gingen wir dann ins Bett. Um am nächsten Morgen wiedereinmal aufzuwachen...Jetzt wollte ich ein ernste  

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