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Ich: „Das war mir klar, ich wußte das.“ Sie: „Das war dir klar?“ Ich: „Ja. Es war wie immer. Gestern die SMS, die du nicht beantwortetest, diese kühle E-Mail. Es so ähnlich, wie bei Sonja...“ Sie: „Das kannst aber jetzt auch nicht vergleichen.“ Ich: „Naja....warum kannst du es jetzt doch nicht?“ Sie: „ Es tut mir leid, aber du hast das nicht verdient. Das ich nur immer die Zeit vorgebe. Ich kann das einfach nicht....“ Ich: „Das soll jetzt kein Rückgewinnungsversuch sein, aber das hättest du mein Problem sein lassen können. Ich hätte damit klar kommen müssen. Nur mit diesen selbstlosen Aussagen kannst du aufhören. Du wirst deine Gründe haben, die muss ich akzeptiern Nur das ist keiner.“ Sie: „Ich habe einfach soviele Sachen im Kopf, ich kann einfach keine Beziehung führen.“ Ich: „Na das ist doch wenigstens ein Grund. Aber warum hast du mich nicht einfach bei meiner Entscheidung vor 3 Wochen gelassen? Dann hätte ich es wenigstens getan. So ist es wie immer, ich bekomme die Entscheidung hingeknallt und kann nichts dagegen tun.“ Sie: „Es tut mir leid.“ Ich: „Seit wann hast du denn deine Entscheidung getroffen?“ Sie: „Seit Montag.“ Ich dachte: „Seit Montag? Also irgendwie paßt das ja wohl gar nicht zu den E-Mails.“ lange Pause Sie: „Ich hoffe, du hasst mich jetzt nicht.“ Ich: „Nein, Haß ist ein primitives Gefühl, und primitiv bin ich nicht.“ lange Pause Ich: „Na gut, es gibt eigentlich nicht mehr viel zu sagen.“ Sie: „Ich will dir noch einen Brief schreiben, dir alles nochmal erklären.“ Ich „Mach das.“ lange Pause Ich: „Nun gut, vielleicht können wir ja vor Australien nochmal telefonieren.“ Sie: „Ja, aufjedenfall.“ lange Pause Ich: „Na dann, tschüss...“ Sie: „ja, tschüss...“ Ich war zu bei diesem Telefonat gerade im Büro. Tief durchatmen, ganz tief, ganz tief...Zigarette anzünden. Wut, soviel Wut schäumte auf. Ich trat gegen alles, was mir im Wege stand. Das tat mir sicher mehr weh, als den Gegenständen. Wut, ich explodiere. Laute Musik, rauchen.....Mit Papa in die Kneipe und trinken, trinken, trinken. Was soll das? Wieso? Nur Wut ist gut, Wut überdeckt Liebeskummer, Wut tut gut, läßt dich nicht wirklich nachdenken. Desto betrunkender ich wurde, desto wütender wurde ich. Mir schoß es durch den Kopf, wie sie weinte, als ich Schluß machte und sie mich zurückwollte, Wie sie sagte, wir dürfen nicht aufgeben...Dann schoß mir immerwieder dieser Pauli durch den Kopf. Hatte er mit der Entscheidung entwas zu tun....? Am nächsten Morgen wachte ich auf. Ich war irgendwie noch immer betrunken. Ich rauchte Kette. Ich mußte mir Schutzmauern aufbauen. Ich schwörte mir, diesmal keine Träne. Dies hielt ich auch ein, egal wie traurig die nächsen Absätze auch klingen mögen. Es gab alles keinen Sinn. Sie war weg. Es waren nur 6 Wochen, aber es fühlte sich so endlos länger an. Es gab keinen anderen Gedanken, nur Sandra. Ich wehrte mich dagegen, das es weh tat. Ich verdrängte es. Es wäre zu hart gewesen. Ich war wütend, rauchte, hörte laute Musik. Das Rezept ging einigermaßen auf. Am Abend trank ich wieder ziemlich viel. Samstag mittag. Wieder wachte ich mit einem Kater auf. Ich wollte mich ablenken. Ging shoppen. Gab ein Vermögen aus. Zum Friseur, ins Solarium. Ich wollte nicht nach Hause. Da wäre mir die Decke auf den Kopf gefallen. Ich beschloß, spazieren zu gehen. Was ich auch tat. Setzte mich dann ans Ufer eines Sees und ließ meine Gedanken abgleiten. Lebte die ganze Beziehung nocheinmal. Wollte es verstehen. Ließ ihre ganzen SMS, welche ich noch gespeichert hatte, durch. Es tat weh. Die waren alle so voller Liebe, Zärtlichkeit. Ihre SMS, als das erste Mal Schluß war. „Ich vermisse dich jetzt schon“, „Laß uns die gemeinsame Zeit genießen.“ Sah wieder ihre Tränen vor mir. Für was? Für noch 3 Wochen, und dann merkst du, du kannst es doch nicht? Ist das fair? Nein, das ist gemein. Das ist grausam! Es gab alles nicht wirklich einen Sinn, den wollte ich aber sehen. Ich versuchte zu analysieren. Es wurde schon alles ein wenig klarer, aber dazu später mehr. Und abends ging ich wieder trinken... Um am nächsten Mittag wieder mit einem Kater aufzuwachen. Ich mußte etwas tun, sonst drehe ich durch. Tanja besuchte mich am Abend. Wir tranken ein paar Bier. Sie war ziemlich angetrunken. Das Gespräch mit ihr tat ganz gut. Sie sagte mir ihre Meinung, wie sie es aus fraulicher Seite sieht. Es wurde klarer. Spät gingen wir ins Bett. Es kam, wie es kommen musste.....Wir hatten sechsuellen Kontakt. Einfach so. Gut, ich war jetzt ein Arschloch. Aber darf ich das nicht auch einmal sein? Ich kann nicht immer nur fair sein, das macht mich doch immer nur zum Trottel. Also, bin ich auch mal ein Schwein. Was soll´s, na und. Am nächsten Morgen fühlte ich mich schon besser. Irgendwie befreit. Ich nahm mir die Woche frei, und machte jeden Abend Party bis zum abwinken. Die Gedanken waren nur bei Sandra, ständig. Aber ich hatte es etwas im Griff. Eben, weil ich wütend war. Am Ende der Woche, kam dann endlich ihr Brief: Hallo Jens. Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden, denn ich weiß nicht, ob es dir hilft und du mich dadurch besser verstehen wirst, aber ich möchte es einfach einmal versuchen! Mir ist wichtig, dass du weißt, dass ich unsere gemeinsame Zeit als sehr schön empfunden habe und auch gern mit dir zusammen war! Meine Entscheidung liegt nicht an dir oder deiner Person, sondern es ist einzig und allein mein Problem... Es war für mich zum falschen Zeitpunkt zu intensiv! Ich konnte mich einfach nicht auf Deine Gefühle einlassen, weil mich der Gedanke an Australien zu sehr blockiert hat - und, ich weiß nicht, ob du es verstehen kannst, aber ich bin kein Mensch, nach dem sich jeder richten soll. Mein Verständnis von Beziehung ist, daß jeder gleichermaßen Kompromisse eingeht und ein „Mitbestimmungsrecht“ hat und nicht, dass nur einer den Zeitplan vorgibt! Da hab ich dir gegenüber kein gutes Gewissen und ich find´s auch nicht fair! Aber auf mehr kann ich mich im Moment einfach nicht einlassen - es tut mir leid. Ich dachte, ich komme damit klar, aber es geht nicht! Ich hab mich einfach nicht wohl dabei gefühlt! Und ich hatte einfach immer das Gefühl, dass ich dir nicht so viel zurückgeben kann, wie du mir gegeben hast - es war keine Waage! Ich bin mit meinem Kopf einfach überall, aber nicht bei einer Beziehung, es tut mir wirklich leid! Ich will mich dafür entschuldigen, dass ich mir darüber vor 3 Wochen noch nicht sicher war und dich zu diesem Zeitpunit nicht hab gehen lassen - ich weiß, dass es dir leichter gefallen wäre! Es tut mir leid, aber damals wollte ich noch nicht aufgeben! Aber vielleicht hilft es dir ja, daran zu denken, dass sich an der Ausgangssituation nichts verändert hat und dass es jetzt, trotzallem, vielleicht für uns beide leichter ist als im November! Sorry, dass ich zuerst am Telefon mit dir darüber geredet hab, aber ich wusste nicht, wie ich es auf die Entfernung hätte besser machen können?! Vielleicht zeigt Dir der Brief ja, dass ich dich nicht „Schnell abservieren“ wollte - mir ist für den Moment einfach keine bessere Lösung eingefallen! Ich möchte dir noch sagen, dass du ein sehr liebenswerter Mensch bist und eine Frau verdient hast, die dir genau so viel geben kann, wie du es bereit bist zu tun! Ich wünsch es dir von ganzem Herzen! Ich hoffe, dass du mich ein klein wenig verstehen kannst und würde mir wünschen, dass du nicht böse auf mich bist!  

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