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Liebesgeschichte verbrachte immerhin ein ganzes Jahr mit ihr... Sie redete auch mal mit ihm über mich. Dabei meinte er, ob denn jetzt endlich mal ein Mann auf ihn eifersüchtig wäre, das fände er cool. Naja, Kommentar dazu laß ich gut sein. Wenn in seinem Alter noch nie ein Mann auf ihn eifersüchtig war, dann weiß ich auch nicht. Sie meinte zu ihm darauf, das glaube sie nicht, höchstens darauf, das er Zeit mit ihr in Australien verbringen konnte und ich eben nicht. Damit hatte sie auch ziemlich recht. Das erste mal lernte ich ihn nur kurz kennen. Wir wollten weg gehen, aber ich musste geschäftlich weg. War ja ein ganz netter Kerl, aber nun wirklich kein Grund eifersüchtig zu sein. An dem Abend betranken sich die beiden ziemlich, so daß sie es nicht mal in Sandra´s Wohnung schafften, und bei Regen draußem im Schlafsack schliefen. Naja... Am nächsten Abend lernte ich ihn dann kennen. Wir gingen am Abend weg. Dabei wählte Sandra Lokalitäten, die nun wirklich nicht mein Fall waren. Aber wie schon erwähnt, gab es schon Unterschiede. Ich fand´s nicht wirklich lustig. Es waren dann noch Freunde von ihr dabei und es ging nur um Australien, um Australien, um Australien... Hallo, ich bin auch noch da. Und es ging nur um Australien, um Australien, um Australien. Ich vergnügte mich jedenfalls mit ein paar Bier. Dann meinte noch ein Freund von ihr, wie sie es sich denn in Australien vorstelle mit ihm, man kommt sich ja auch ziemlich nahe in dieser Zeit. Hallo, schon mal was von Feingefühl gehört, offensichtlich nicht. Ist ja klar, das sie viel über Australien redet, ist ja klar das ihr das wichtig ist, nur mir wurde gerade an dem Abend bewußt, das es wirklich so war. Ich war ziemlich gereizt, ließ mir aber natürlich nichts anmerken. So nahm der Abend dann irgendwann ein Ende und er fuhr uns in seinem Auto nach Hause. Ich wollte einfach nur noch schlafen, hatte schon was getrunken, war müde und nicht allerbester Laune. Nur fing sie wieder mit Australien an, mit was auch sonst. Sie wollte darüber reden, wie es dann denn weiter ginge. Das hatten wir doch eigentlich schon ziemlich oft besprochen, und dieses Timing war nun wirklich nicht allzugut. Ich meinte zu ihr, sie solle doch jetzt mal ihre ganz eigene Meinung sagen. Sie redete um den heißen Brei. Ich meinte nur: „sei halt einfach ehrlich.“ Und das war sie dann auch. Sie sagte in einem ziemlich harten Tonfall: „Ich will dann schon, dass im November Schluß ist. Ich will hier einfach niemanden zurücklassen und niemand vermissen wollen....!“ Erstmal eine rauchen und nichts sagen. Zwischen der Aussage, dass dann Schluß sei, und der Aussage, sie wolle mich dann ihrer Freundin „ausleihen“ lagen dann doch Welten. Aufjedenfall drückte sie es so aus, dass es danach keine Zukunftsperspektive gibt. Rational vertand ich es ja auch, nur emotional tat´s verdammt weh. Ich wußte nicht was ich sagen sollte, wie ich reagieren sollte. Es tat nur einfach weh. Ich sah auch wie unwohl sie sich nun fühlte. Wir lagen eng umschlungen da und ich fing an zu weinen!!! Verstand ich jetzt nicht wirklich. Aber es war eine so verdammt beschissene Situation. Ich war doch so sehr verliebt. Es dauerte eine Zeit, bis ich wirklich was konkretes sagen konnte, musste meine Gedanken ersteinmal ordnen: „Ich kann das so nicht, so ohne Perspektive. Jetzt bin ich verliebt, aber ich weiß, im November könnte ich dich durchaus lieben. Ich kann es einfach nicht. Auch für dich ist es besser so. Es ist dein Jahr, du sollst es genießen, da darf ich nicht egoistisch sein....“ Und so lagen wir uns ewig in den Armen und weinten. Ich wußte selber nicht, was ich da tat, ich machte da wohl grad Schluß. Aber wie kann ich denn Schluß machen, wenn ich verliebt bin? Analyse folgt später. Ich meinte dann, es sei wohl besser wenn ich dann gehe. „Nein, bitte gehe nicht, ich hab dich doch lieb...“ Wir lagen uns weiter in den Armen, küssten uns, streichelten uns, weinten. Nur irgendwann musste ich ja gehen. Noch eine Zigarette. Ich wollte alles, nur nicht gehen, aber ich meinte in der Situation, das es das beste für uns beide sei. Ich sagte folgenden Satz: „Es gibt da ein Sprichwort: „Mit der Liebe ist es wie mit einem Vogel. Wenn man ihn lieb hat, dann muss man ihn fliegen lassen und wenn er dann zurück kommt, weiß man, das er einen wirklich lieb hat.“ Nur du kommst nicht zurück. Versprich mir, das wir nach Australien einen Kaffee gemeinsam trinken gehen.... Sie versprach... Sie nahm mein Handy und rief enrico an, ob er mich abholen könnte. Sie hatte wohl Angst, ich würde nach Hause laufen. Ich nahm dann das Handy und meinte er solle Vollgas geben. Ich ging und es tat so weh. Ich weinte immer noch. Ich stand schon auf der Straße und hoffte, dass enrico bald da sei. Und aufeinmal stand sie neben mir. Auch in Tränen aufgelöst meinte sie in ihrer süßen Stimme: „Bitte gehe nicht. Mich hat noch nie ein Mann so behandelt, wie du mich. Bitte gehe nicht.“ In dem Moment kam enrico. Ich stieg einfach ins Auto, aufgelöst, fertig. Mein Handy piepste und folgende SMS kam: „Ich will aber nicht das du jetzt schon fliegst. Verdammt, du fehlst mir jetzt schon.“ Es tat noch mehr weh, aber mein Sprichwort hatte sie wohl falsch verstanden. Nicht ich flog, sondern sie. enrico fuhr mich zur Tankstelle und holte Bier. Eh ich ins Bett ging, war es schon hell und ich war mit meinem Nerven am Ende. Ich konnte auch nicht lange schlafen. Ich wachte auf und war endlos traurig. Ich kuschelte mit meinem Teddy und fühlte mich so alleine.... Ich rauchte Kette und wußte nicht, was ich machen sollte. Ich setzte mich in die Küche, rauchte und fing schon wieder an zu weinen. Ich kam mir selber lächerlich vor, aber ich konnte es nicht steuern, ich war zu traurig. Ich telefonierte mit meinen Freunden, welche alle ziemlich einstimmig meinten, es wäre die falsche Entscheidung. Bis November sei doch noch so viel Zeit. Aber ich blieb stur, und war der Meinung, es war die richtige Entscheidung. Paar Stunden später setzte ich mich ins Büro, einfach so. Mein Handy klingelte und Sandra war dran: „Bitte lege nicht auf“ Sie sagte, ihr ginge es total beschissen, und ob wir nicht nochmal zusammen reden könnten. Ich wollte erst nicht, hatte eher Angst davor, aber ich bejahte dann doch. Ich setzte mich vor meiner Haustüre auf die Treppen und rauchte und wartete auf sie. Sie kam dann. Ihre Augen total verweint. Ich nahm sie ganz fest in den Arm. Wir gingen eine Weile spazieren und sagten noch nicht viel. Irgendwann blieben wir dann auf einem Stein sitzen. Wir lagen uns dann wieder in den Armen. Sie meinte, sie wolle die Zeit bis November genießen. Sie habe mich doch so lieb. Wir redeten und redeten und weinten und weinten. Über 2 Stunden. Ich wollte so gerne, aber ich erlaubte es mir nicht. Warum wußte ich selber nicht so richtig. Ich hatte ihr immer ein Lied ins Ohr gesummt: „You are my dreamgirl, to me, can´t you see...“ Das summte ich jetzt wieder. Ich sagte zu ihr: „Du bist meine absolute Traumfrau. Woher sollte ich den wissen, dass es solche Frauen wie dich gibt? Aber es tut jetzt schon so endlos weh, wie soll sich denn das dann im November anfühlen. Die Wochen werden vergehen. Noch 3 Monate, noch ein Monat, noch 2 Wochen, noch 3 Tage und dann, dann bist du weg und es ist Schluß. Ich kann das einfach nicht. Ich habe dich auch so lieb. Ich muss dir dankbar sein, jetzt weiß ich wenigstens, wie meine Traumfrau sich anfühlt...“ Sie meinte dann auch noch, das, wenn wir es nochmal versuchen, sie mir verspricht, mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.. Irgendwann, liefen wir dann wieder los. Wir standen vor meiner Haustüre. Ich meinte: „Wir sind jetzt einfach wie Bruder und Schwester.“ „Oh ja, einen großen Bruder wollte ich schon immer haben“ Wie drückten uns ganz fest. Sie fragte mich, ob ich sie denn trotzdem in Kempten besuchen werde. Ich bejahte. „jetzt geht es mir nicht mehr ganz so schlecht, wenn ich weiß, ich habe dich nicht ganz verloren...“ sagte sie. Und so setzte sie sich unter Tränen ins Auto und fuhr... Ich fühlte mich so endlos schlecht, so total bescheuert. Was mach ich hier eigentlich, ich verstands nicht. Keine Ahnung. So wurde es Abend und ich trank mit marc und Papa ziemlich viel und wir redeten auch über Sandra. Je mehr ich darüber nach dachte und je mehr ich die Meinung der beiden hörte, desto mehr realisierte ich, wie falsch doch meine Entscheidung war. Sie schrieb mehrere SMS: „Ich vermisse dich, du fehlst mir so“ „Wir dürfen jetzt nicht aufgeben, laß uns die gemeinsame Zeit noch genießen.“ Bald war ich soweit. Ich wollte meine Entscheidung revidieren. Ich begriff, dass es mehr nicht weh tun konnte. Ob dies nun jetzt, oder im November so ist, ist nun auch schon egal. Ich gebe ich solchen Situationen nie auf, also warum diesmal? Eben, diesmal gerade nicht. Ich schickte ihr eine SMS, und meinte es wäre lieb, wenn sie morgen Zeit hätte, ich würde gern nochmal mit ihr reden, darauf schrieb sie zurück, ob sie sich denn jetzt auf etwas schlimmes gefaßt machen müsse, es würde so ernst klingen. „Nein, ganz im Gegenteil...“ Am nächsten Mittag fuhr ich zu ihr. Ich freute mich wie ein kleines Kind. Ich nahm ihr Gesicht in meine beiden Hände und fragte sie: „Darf ich dich küssen?“ Sie bejahte, und wir küssten uns. Ihr glaubt nicht, wie gut sich das anfühlte! Jetzt kommt natürlich die Frage, warum ich ersteinmal so behaarlich auf meine Entscheidung bestand. Mir wurde das natürlich erst später klar. Mit dieser Entscheidung konnte ich etwas ganz einfaches tun, ich konnte mir meinen „I-Punkt“ bewahren. Will heißen, ich hätte hier die Entscheidung herbeigeführt und hätte sie als jemand in Erinnerung behalten, der mich nicht verletzt hätte. Es wäre nichts gewesen, was mich wieder den Glauben an die Liebe gekostet hätte. Ich denke nicht, dass es wirklich der Grund war, dass sie für die Zukunft Schluß machte. Letztenendes war das ja auch nur eine Schutzfunktion, für sich, aber auch für mich. Sie konnte schlecht wissen, was im November ist, was bis dahin alles passiert wäre. Aber ich konnte diese Entscheidung nutzen, um unverlezt aus dieser Beziehung zu gehen. Und das tat ich auch. Aber ich habe wohl begriffen, das mich das etwas ganz anderes gekostet hätte, nämlich SIE. SIE als Person, sie als Mensch. Der Preis wäre mir zu hoch gewesen, viel zu hoch. Also konnte ich nur hoffen, dass nichts passiert, was mich verletzt, was mich wieder den Glauben an die Liebe kosten könnte. Eine Frau, in die man so verliebt ist, die so sehr dem entspricht, was man sich immer gewünscht hatte, die kann man nicht gehen lassen. Da gibt es keine Vernunft, keinen Verstand. Und wenn das auch noch so naiv klingt, den glauben an die Zukunft, sollte man nie verlieren, seine Träume sollte man nie aufgeben. Und genau darum revidierte ich meine Entscheidung, weil man für seine Träume leben muss! Und so war alles wieder in bester Ordnung. Lieb, süß, verschmust, wie immer... Am nächsten Tag gingen wir Eis essen, sie hatte diese Geschichte am vorabend gelesen, so dass wir dann auch auf das Thema Psychologie zu sprechen kamen. Wir redeten so, auch wieder über ihre Beziehungsvergangenheit, über ihre Einstellung zu Freunden, über ihre Eltern. Ich sagte ihr auch über einen Teil davon meine Meinung. Sie meinte, sie sei jemand, der gelernt hat, mit der Vernunft zu fühlen. Ich stellte ihr dann eine Fangfragte und meinte: „Wenn du doch jemand bist, der nur mit der Vernunft fühlt, warum hat du mich dann nicht bei meiner Entscheidung gelassen?“ Sie überlegte kurz und meinte: „Ich werde wohl Angst gehabt haben, Wärme und Geborgenheit zu verlieren.“ Das ist ein wichtiger Satz, dazu später mehr. Auch meinte sie, sie sei jemand, der nur in „schwarz“ und „weiß“ denkt, und das oft die Grautöne fehlen. Ich dachte in dem Moment nicht wirkich über den Satz nach, aber er wird noch von Bedeutung sein. Wir gingen noch eine Runde spazieren. Ich sagte zu ihr: „Ich würde mir wünschen, das es nun bis November funktioniert. Ich denke nicht, das es da etwas gibt, das da dagegen spricht. Und dann trennen wir uns einfach als gute Freunde. Ich verspreche dir auch, uns den Abschied so leicht wie möglich zu machen. Glaub mir. Nur versprich mir, mich immer auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen!“ Sie erzählte dann, sie hätte mit ihrem Papa darüber gesprochen, das ich ihr immer so viele Komplimente mache, sie empfände dies schon als sehr viel. Ihr Papa hätte gesagt: „Wenn einem ein Mann einmal einen Diamanten schenkt, ist das wunderbar, nur wenn er das jeden Tag tut, dann verliert es den Reiz.“ Soviel zum Thema, auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Wir hatten noch einen schönen Nachmittag, schauten abends noch ein Video an und kuschelten endlos, wie schön... Am nächsten Morgen fuhr sie dann wieder und ich schlief noch eine Weile. Die letzten Tage waren ja doch emotional ziemlich anstrengend, so dass ich ziemlich kaputt war. Gegen Mittag klingelte dann mein Handy. Johanna war dran. Nichts ungewöhnliches. Wir redeten so miteinander. Sie von ihrem neuen Freund, ich von Sandra. Aber sie wurde immer merkwürdiger. Da ich ihre Psyche ja exellent kenne, fühlte ich ihr ein wenig auf den Zahn, ohne das sie es merkte. Sie fing an zu erzählen. Sie meinte, ich könne ihr auch jetzt noch nicht widerstehen, wenn sie bei mir wäre. Ich stritt natürlich ab, und meinte, ich bin wirklich gerade glücklich und auch voll und ganz befriedigt. Das machte sie wohl ein wenig wütend,was sie dazu bewog, noch mehr zu erzählen. Ich provozierte sie ein wenig mit meiner Arroganz. Sie meinte, ihr neuer Freund, würde viel besser aussehen als ich, das würde sogar ihre Freundin sagen, er wäre viel besser im Bett. Ich lachte, und meinte ironisch: „Na sicher, du weißt, es gibt niemanden, der besser aussieht als ich.“ Natürlich meinte ich es nicht so, aber sie ging mir mit ihrem Gelabere ziemlich auf die Nerven, und ich wollte wissen, was da dahinter steckt. Sie fing dann an zu erzählen, sie hätte mich eh nie geliebt, das sei ihr jetzt klar geworden. Sie war von anfang an nur abhängig von mir gewesen. Ich provozierte sie nur noch mehr, allerdings nur auf psychologischer Art, das hat sie bestimmt gar nicht so gemerkt. Jedenfalls nahm das Gespräch einen ziemlich heftigen Verlauf. Ich merkte, dass sie mir noch irgendetwas sagen wollte. „Du hast mich also nie geliebt? Ist mir ehrlich gesagt auch ziemlich egal. Das ist aber trotzdem lächerlich....“ Bingo“ „Ach ja, wieso hab ich dich dann.....“ „Wieso hast du mich was....?“ Sie meinte, sie müsse weiterarbeiten und legte auf. Ups, auf was sind wir denn da jetzt gestoßen, sie will doch nicht wirklich behaupten, sie hätte mich betrogen. Das kann doch wohl jetzt nicht sein. Ich rief sie zurück, sie hob aber nicht ab. Ich schlief weiter. Später klingelte das Handy wieder und Johanna war abermals dran. Jetzt oder nie, Herr Hobbypsychologe.... „Also, wieso hast du mich was, hast du mich betrogen?“ „Das könnte dir jetzt aber auch schon egal sein.“ „ Ist es mir auch, aber du bist mir wohl noch was schuldig..“ „Was? Ich bin dir gar nichts schuldig“ „Reine Definitionssache, ich habe dir in den letzten Monaten geholfen, alles aufzuarbeiten, jetzt bist du dran.“ „Ja“ „Ja? Wie oft denn?“ „6 mal!“ „6 mal??? Aber das ist jetzt wohl nicht dein ernst?“ „Doch“ Erstmal begann eine Diskussion, wieoft sechsuell. Erst bei allen, es wurden immer weniger, aber es werden wohl alle gewesen sein. Ich wollte wissen, mit wem. Das wollte sie mir nicht sagen, aber war mir wohl egal. Ich bekomme alles raus. Zum einen, der Typ aus dem Krankenhaus. Das ist ober ekelig. Ein 45-jähriger alloloiker aus dem Krankenhaus. Mir war das damals irgendwie klar, aber ich wollte es natürlich nicht wahr haben. Ich fragte sie, wann sie denn überhaupt mal treu war. Sie meinte nach dem Zivieldienst. Zivieldienst, das waren gut und gerne die ersten sechs Monate unserer Beziehung. Und dann noch im Krankenhaus? Das ist pervers. Sie begann sich wieder mit ihrer Krankheit rauszureden, mir ihrer Unfähigkeit zu der damaligen Zeit Verantwortung zu übernehmen. Zu ihrer sechsualität hab ich ja schon in mehrerern Analysen Stellung bezogen. Jetzt war ich wütend, richtig wütend. Ich zog die ganzen Register meines Wissens über ihr Psyche und begann ein wunderbares Statement, was auf alles abzielte, was sie verletzten würde. Der normale Mensch liest da sicher gar nicht mal so sehr verletztende Sachen raus, aber sie, ich kenne sie nur zu gut: „So jetzt paß mal auf. Du warst für mich IMMER etwas ganz besonderes. Wärend unserer Beziehung, nach unserer Beziehung, auch wärend unserer Affäre. Nur meinst du, die hätte ich mit dir begonnen, hätte ich das gewußt? Jetzt bist du einfach nur noch eine Frau die mich betrogen hat.Kannst du dich erinnern, als ich mich bei dir für die Haß-E-Mails entschuldigte, die ich dir nach unserer Beziehung schickte? Als ich dir unterstellte, du hattest mich betrogen, auch mit dem Typen aus dem Krankenhaus? Das du diese Entschuldigung angenommen hast, ist ein großes Zeichen von Schwäche. Ich nehme hiermit die Entschuldigung zurück. Ich habe alles genau so gemeint, jeden Satz, jedes Wort, jeden Buchstabe. Du bist genau so, wie ich dich darin geschildert habe. Dein Verhalten ist ekelig, du bist ekelig. Deine Krankheit ist keine Entschuldigung. Ich habe dir wärend der Beziehung immer gesagt, betrüge mich, du bist mich los, ich bin erlöst. Warum hast du mir es nicht gesagt, mir wäre soviel erspart geblieben. Auch wenn ich es in letzter Zeit immer geläugnet habe, DU bist daran Schuld, das ich ein stückweit beziehungsgeschädigt bin. Nur du allein. Du weißt, was in unserer Beziehung passiert ist, du weißt, wie ich mich gefühlt habe, du weißt, was du mit mir gemacht hast. Und so dankst du mir das? Für ein was bin ich dir wirklich nicht dankbar, du hast mir den letzten Glauben an das Vertrauen genommen, das macht dich zu einem schlechten Menschen. Auch zu einer Freundschaft gehört Vertrauen, das hast zu mir entzogen. Und vergiß eins nicht, auch deinen neuen Freund, den du ja ach so liebst, hast du schon betrogen, mit mir. Vergiß das nicht. Und noch ein Ratschlag, du dir selber etwas gutes, und sei in Zukunft treu. Tschüs...“ Sie sagte zwar ab und zu etwas dazu, wollte sich rechtfertigen, aber das lies ich nicht zu. Die wenigsten Sachen, meinte ich wirklich so, aber sie verletzten sie, und das war für mich wichtig. Ich habe alles für sie getan. Habe mich aufgegeben, meine Freunde, meine Freiheit, mein Geld, mein Leben. Und so hat sie es mir gedankt. Ich hasse niemanden, sie hasse ich.... Es fühlt sich so ekelig an. Sechs mal...! Ich habe es immer gewußt, wieso hörte ich nie auf meine Intuition???? Ich hätte mir so viel ersparen können. Ich wünschte mir, sie nie kennengelernt zu haben, das war der schwärzeste Tag in meinem Leben! Kapitel Johanna beendet, für immer, versprochen! An diesem Abend machte Sandra noch eine kleine Abschiedsfeier für ihre Freunde, da sie ja bald nach Kempten ziehen würde. Ich fühlte mich aber den ganzen Abend nicht wohl. Lag zum einen daran, dass mich die gerade erfahrene Geschichte mit Johanna natürlich schon nachdenktlich machte. Mich verletzte dies natürlich nicht emotional, aber meinen Stolz schon. Ist ja nachvollziehbar. Den Abend über hatte sie natürlich nicht wirklich viel Zeit für mich, aber das war soweit in Ordnung. War ja eine Abschiedsfeier. Das störte mich auch nicht. Was micht störte, war etwas anderes. Wir hatten es ja mittlerweile so definiert, das wir einfach eine Zeitbeziehung haben. Verstandsmäßig war das für mich in Ordnung. Nur ich hab ja nun mal auch Gefühle. Kann man da nicht ein wenig Rücksicht nehmen? Will heißen, muß man dann ständig von seinen Zukunftsplänen in Hamburg, oder Köln sprechen? Ständig von Australien? Ist ja schön für sie, wenn sie sich auf ihre Zukunft, auf Australien freut. Trotzdem gibt es soetwas wie Feingefühl. Könnte es vielleicht sein, dass ich anwesend bin und in sie verliebt bin? Könnte es vielleicht sein, dass mich das verletzt? Könnte es vielleicht sein, das es für mich eine bescheuerte Situation ist, auf einer Art als ihr Freund anwesend zu sein und sie ständig über ihre Zukunft ohne mich spricht? Könnte dies vielleicht sein? Empfand sie wohl nicht so. Jedenfalls sagte ich dann zu marc und enrico, dass ich dann bald gehen möchte. Was wir auch taten. Sandra war wohl schon ein wenig überrascht. Sie meinte, sie könne ja dann gar nicht bei mir schlafen. Nein, das konnte sie dann wohl nicht. Aber im nachhinein hatte sie dann bei ihrem guten Freund übernachtet, und noch ein Video geschaut. War ja dann eine ganz gute Alternative. Er hatte ihr am Tag vorher auch schon beim Streichen ihrer Wohnung geholfen. Dabei hatte sie im übrigen auf meine Hilfe verzichtet. Es waren ja auch Freundinnen von ihr da, und da würde man sich ja nur im Wege stehen. Na klar. Vielleicht sollte ich endlich mal lernen, dass ein wenig gesunde Eifersucht manchmal gar nicht so fehl am Platz wäre. Der nächste Tag war ihr letzter in Ingolstadt. Sie kam dann am Nachmittag zu mir. War wie immer schön. Wir saßen draußen am Pool. Sie begann von ihren Sorgen zu erzählen. Das sie Angst hätte, alles nicht unter einen Deckel zu bekommen. Will heißen, ihre Familie, ihre Freunde in Kempten, ihre Freunde in Ingolstadt und dann micht noch. Sie hatte Angst, dass ihre Freundschaften in Ingolstadt nicht alle halten könnten. Ich sagte ihr, dass sich dann genau herausstellt, welche von ihren Freunden wirkliche Freunde sind. Ich sagte ihre auch, das ich natürlich Rücksicht nehmen werde, wenn sie in Ingolstadt ist und Zeit für ihre Freunde haben möchte. Das ist ja selbstverständlich. Aber ich spürte schon, dass sie das alles zu überfordern schien. Am Freitag fuhr ich dann zu ihr nach Kempten. Ich hatte sie in den letzten 3 Tagen ziemlich vermisst und freute mich auf ein Wochenende mit ihr. Am Abend gingen wir mit einer Freundin von ihr weg. Der Abend war aber nicht wirklich prickelnd. Sie traf natürlich viele Leute, hauptsächlich männliche, die sie lange nicht mehr gesehen hatte. Freute mich ja für sie. Aber ich hatte das Gefühl, das es nicht wirklich jemanden aufgefallen wäre, wenn ich nicht anwesend gewesen wäre. Obgleich sie natürlich sehr lieb zu mir war. Sie zeigte mir dann noch einen Typen, mit dem sie vor nicht allzulanger Zeit im Bett war. Puh, war der ekelig. In meinen Augen zumindest. Geschmäcker sind nun mal verschieden. Das steigerte meine Laune nicht wirklich. Dann kam auch noch ihr Ex-Freund, mit dem sie 3 Jahre zusammen war. Umarmung, Bussi, Bussi. Auch ok. Sie stellte mich ihm dann irgendwann auch mal vor, wurde ja auch Zeit. Naja, nett ist er....wer mich kennt, weiß, was