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Sie war so schüchtern und ängstlich, sie tat mir fast leid. Ich nahm die Zügel in die Hand, und meinte, sie solle mir hinterherfahren, wir suchen uns ein Cafe. Nur erstmal finden. Ich war noch nie in Pfaffenhofen. Parkplatz? Cafe? Erstmal finden. Aber mein „King-of-the-Road“-Instinkt führte mich richtig. So saßen wir dann in einem Cafe. Erst nur Small-Talk. Sie kam aber erstaunlich schnell auf den Punk! Auf unsere damalige Beziehung! Sie machte mir Vorwürfe, über diese häßlichen E-Mails, die ich ihr danach schrieb, das ich einfach so gegangen war. Ich verteidigte mich mit Händen und Füßen. Trotzdem blieb das Gespräch auf einer sehr sachlichen Ebene. Sehr konkret. Wir redeten, und redeten. Über ihr vergangenes Jahr, über ihre Gefühle. Erst dachte ich, es hätte sich nichts geändert, aber es wurde immer mehr klar, das ihre Krankheit beiweitem nicht mehr so existent ist. Das war ein sehr zufriedenstellendes Gefühl. Sie hatte eine eigene Wohnung, einen Job. Und so redeten wir, stundenlang. Insgesamt 10!!!! Über alles mögliche, über ihre Männer über meine Frauen. Das sie das erste halbe Jahr, mit keinem Mann etwas anfangen konnte, und auch seitdem nur wenige, kurze Affären hatte. Es war auf Anhieb wieder eine Symphatie da, die ganz unheimlich war, so nicht definierbar. Es kam heraus, das sie sich das ganze Jahr vorstelle, ich sei ein Arschloch, und hätte sie verlassen, weil ich sie nicht mehr liebte. Das bestritt ich natürlich nach Leibeskräften, weil es einfach nicht so war. Ich merkte, das sie das traurig machte, zu merken, das ich wirlich ein ganz lieber Kerl bin. Ihr wißt schon, mein Charme, mein Scheiß Charme. Ich hätte sie nicht davon überzeugen sollen, ich hätte ihr wohl ihre Schutzmechanismen lassen sollen. Ich sollte es besser wissen, aber ich war egoistisch, und verteidigte meinen Standpunkt. Das ich ihr damit ihre ganze Schutzvorstellung über mich zerstörte, wurde mir erst später klar. Insgesamt war es ein sehr lustiger, netter Abend. Das Gespräch tat gut, so konnten endlich mal Dinge gesagt werden, die ich ihr die ganze Zeit schon sagen wollte. Wir einigten uns, das wir das mal wiederholen werden. Am nächsten Tag rief sie mich an, und sie sagte mir, es ginge ihr nicht gut. Was soll das denn jetzt? Sie erzählte mir eben genau das, von den oben geschilderten Schutzmechanismen, das diese nicht mehr vorhanden sind, da ich ja doch kein Arschloch bin. Man Jens, das hast du ja wieder toll hin bekommen. Sie sagte mir, sie hätte gemerkt, das es für sie noch viel zum Aufarbeiten gäbe. So wie ich nun mal bin, bot ich ihr an, ihr zu helfen....und der Stein kam wieder ins rollen. Aber hatte ich nicht auch noch eine Menge zum Aufarbeiten? Die ganzen Psychologiesachen, welche ich mir im vergangenen Jahr angeeignet hatte, hatten die jetzt nicht einen Sinn??? So begannen wir oft zu telefonieren. Sie erzählte mir von einem Freund, mit dem sie zusammen war und jetzt irgendwie noch sei, aber nicht so richtig. Das sie sich kurz vor unserem Treffen das erste mal wieder selbst verletzt hatte. Er sei verheiratet, und das wolle sie sich nicht mehr antun. Ich denke nicht das dies ein Zufall war, das sie mir ausgerechnet in der Zeit die erste SMS schickte. Aber die Gespräche fand ich in Ordnung, obwohl ich schon gewisse Gefahren sah. Sie könnte sich ja wieder in mich verlieben, und das wollte ich nun wirklich nicht. Ich müsste sie dann verletzten, weil ich mich nie in sie verlieben könnte. Ich mochte sie wieder, aber mehr nicht. Das sagte ich ihr auch mit meiner ganzen Ehrlichkeit, das war für mich wichtig. So dauerte es nicht lang, eine Woche, bis wir uns wieder trafen. In einem Biergarten. Wir lachten viel und ich merkte, das ich die ganze Zeit irgendwie sechsuell erregt war. Das verstand ich aber nicht. Ich mein, vor mir sitzt meine Ex-Freundin, mit der ich eine wirklich außergewöhnliche Vergangenheit habe. Da kann ich doch nicht erregt sein, aber ich war es, und wie.....! Dann kamen wir auch auf dieses Thema zu sprechen. Eher scherzhaft, aber mit meiner ganzen Ehrlichkeit. Ich sagte ihr es einfach. Sie fand das sehr amüsant und wir redeten über unser damaliges sechsualleben,was mich nur noch mehr erregte. Ich errinnerte mich an das Gespräch mit Ina, sie fragte ich damals auch, ob sie sich sechs unter Freunden vorstellen kann. Und freundschaftliche Gefühle hatte ich durchaus wieder für sie. Sie bejahte dies. Aber immer noch irgendwie scherzhaft. Das konnten wir wohl beide nicht wirklich begreifen, was da gerade passierte. Ich sagte ihr bei der Gelegenheit, auch noch mal, das eine Beziehung zwischen uns nie wieder entstehen werde. Naja, wie auch immer, war ich einfach sehr sehr sehr erregt. Ich fragte sie scherzhaft, ob sie mir nicht ihre Schallplattensammlung zeigen wolle. Wir lachten, da wir beide ja wußte, was passierten würde, aber fanden das wohl irgenwie irreal. So fuhren wir dann zu ihr. Ich wollte es jetzt. Bei unserem ersten sechs, war das ja auch ganz einfach. Und wie als würde sich Geschichte wiederholen, machte ich genau das gleiche. Ich fragte sie, ob sie mich massieren wolle, was sie tat. Ich war unendlich erregt. Ich drehte mich um, und drückte mein Becken ganz leich gegen ihres. Ich wollte ihr durchaus die Gelegenheit geben, sich zurückzuziehen. Das tat sie aber nicht. Sie war dann ganz nah vor mir. Puh, unheimlich, seltsam, erregend, irreal. Ich sagte zu ihr, das wir beide wohl wissen, was gleich passieren würde. Das bejahte sie. Ich nutzte noch mal die Gelegenheit ihr klar zu machen, das dies aber nichts zu bedeuten hätte. Auch dies bejahte sie. Jetzt passierte es. Wie zwei ausgehungerte Tiere fielen wir übereinander her. Es dauerte ca. 30 Sekunden bis wir beide nichts mehr anhatten. Wir hatten leidenschaftlichen sechs. 5 mal an diesem Abend. Wir lachten viel und es hat wirklich richtig Spaß gemacht. Sie war schon immer gut im Bett gewesen, irgendwie war sie jetzt noch besser.... Ich fuhr dann nach Hause, weil ihr Sohn kam, und diese Konfrontation wollte ich nun wirklich nicht. Die Woche verging und ich erzählte es meinen Freunden, meiner Familie. Das sie natürlich alle etwas dagegen hatten war klar. Jeder dachte, wir kommen wieder zusammen. Selbstverständlich musste jeder dagegen sein, etwas anderes hatte ich nicht erwartet. Das verstand ich vollkommend, und war ja auch der beste Freundschaftsbeweiß. Jeder wußte, was damals passiert war und jeder hatte Angst, das dies wieder passieren könnte. Aber ich erklärte meinen Standpunkt, und auf dem beharrte ich. Ich merkte, das sich das Verhältnis zu Johanna für mich positiv auswirkt. Wie ein Knoten, der in meinem Kopf aufgeht. Die ganzen schrecklichen Erinnerungen, die mich immer noch gelegentlich verfolgeten, relativierten sich. Es hatte irgendwie jetzt ein Happy End. Sie bedankte sich sogar bei mir, was ich damals alles für sie getan hatte. Das es ihr durch mich erst wieder so gut gehen konnte. Und das tat gut, das wollte ich ja schon immer hören. Und so vergingen die Wochen, an denen ich jeden Sonntag zu ihr fuhr. Wir redeten über unsere Vergangenheit und hatten mehr als guten sechs. Meine Freunde waren immer noch dagegen, berechtigterweise. Aber ich wußte, was ich da tat. Sicher war auch ein Stück Egoismus dabei. Ich habe so viel schlimme Sachen mit ihr erlebt, und jetzt, wo es ihr besser geht, warum sollte ich da nicht auch die Früchte ernten dürfen? Sie sage oft, sie sehe die Gefahr, sie könne sich wieder in mich verlieben, aber wir redeten dann darüber und das war schon so OK. Ich sag ja, Egoismus war auch dabei. Ich war wiedermal in Nürnberg unterwegs. Vicky kam, und brachte wieder Sarah mit, was mich irgendwie freute. Wir gingen in eine Disco und hatten einen lustigen Abend. Und dann passierte etwas, was ich bis heute noch nicht wirklich begreife. Ich stand vor Sarah und wir küssten uns, den ganzen restlichen Abend. He? Wie ging denn das? Lag wohl an den 10000 Kaffee, die ich ihr Wochen vorher spendierte....Hat mir Spaß gemacht. Am Ende des Abend sagte ich ihr, ich sei morgen noch in Nürnberg und ich würde mich freuen,wenn sie sich bei mir melden würde, was sie zum Erstaunen aller auch tat. Wir gingen am Abend auch wieder weg. Sie war etwas krank, und daher nicht sonderlich fit. Wir küssten uns nicht oft, aber wir hielten die ganze Zeit Händchen und streichelten uns die Arme. Ich Ochse, dachte wirklich schon wieder einmal, das ich es mit ihr wirklich versuchen könnte. Jedenfalls wollte sie dann nach Hause. Ich sagte zu Ihr, dass ich sie noch zum Bus bringen würde, was sie scheinbar freute. Nur war der blöde Bus schon da, so daß wir uns nur einen schnellen Kuß geben konnten. Sie meinte, ich solle sie anrufen. Der Abend war dann noch sehr lustig und ich dachte mir, dass dies wirklich ein süßes Mädchen sei. Am nächsten Tag fuhr ich trotzdem zu Johanna. Ich erzählte ihr von Sarah. Was sie auch gut auffaßte. Wir redeten darüber, wie Freunde. sechs hatten wir auch. Ich Blödmann hatte sogar ein schlechtes Gewissen dabei. Ich sagte Johanna aber auch, für den Fall das es mit Sarah etwas wird, könnte es sein, das wir unsere Freundschaft auf ein rein platonisches Verhältnis zurücksetzen müssen, was ihr nicht wirklich gefiel. Ich hatte vorsorglich mein Handy ausgeschaltet, um evtl. peinlichen Situationen entgehen zu können. Am nächsten Morgen fuhr ich nach Hause und schaltete es wieder ein. Da kam eine SMS von Sarah, die sie mir schon am vorabend geschickt hatte. Sie entschuldigte sich dafür, das sie so schlecht drauf war, da sie krank war. Das gab mir nur noch mehr Zuversicht, das dies etwas werden könnte. Wenn ich ehrlich bin, war ich mir sogar sicher. So simmsten wir uns hin und wieder. Ich meinte, wir können uns ja morgen mal treffen. Sie wußte noch nicht genau, ob sie Zeit hätte. Sie würde sich morgen melden. Was sie auch tat, aber sie war immer noch krank. So ging das ein paar Tage hin und her. Aber die SMS kamen nur noch von mir. Das nervte mich irgendwie, und ich schrieb Ihr, sie sollte sich melden, wenn sie wieder fit wäre, dann können wir ja mal was unternehmen, sie bejahte das und meldete sich nie wieder..... Ich bin so ein Trottel, kaum lern ich wieder eine attraktive Frau kennen, wird es nichts. Das ist so typisch. Das geht mir so auf die Nerven....! Aber ich fand ja Trost bei Johanna. Der sechs wurde immer besser und war so ziemlich das Beste, was ich in meinem Leben hatte. Nur kam mir das dann auch komisch vor. Sie war so hingabungsvoll und erwartete nichts von mir. Es ging ihr nur um meine Befriedigung. Ich dachte nach. Klar, Borderline hat sie noch immer. Und ein Zeichen von Borderline ist nun mal verantwortungslose sechsualität. Wir redeten auch über ihr sechsualleben vor unserer Beziehung, was sie mir damals ganz anders schilderte und über ihr sechsualleben nach unserer Beziehung, über ihr jetztiges sechsualleben, was auch ohne mich durchaus im überschaubaren Rahmen, stattfand. Sie schilderte mir, das dies für sie nur Machtspielchen wären. Das ist das, was sie wirklich könne, damit könnte sie ihr Selbstbewußtsein stärken. Was dahinter psychologisch steckt, ist mir natürlich durchaus bewußt, hab ja nicht umsonst so viel darüber gelesen. Bei mir wäre das aber nicht so, was ich ihr nicht wirklich glaubte. An einem Sonntag war ich bei ihr. Sie war so anders. Wir redeten darüber, sie wollte aber nicht wirklich. Irgendwas stimmt nicht. Die Woche drauf, rief sie mich mal an und sagte mir, ihr würde es nicht gut gehen. Sie erwischte mich auf dem falschen Fuß. Ich hatte gerade keine Lust auf so ein Gespräch, wir führten es aber trotzdem. Sie meinte, ich hätte recht gehabt, am Sonntag war sie schon anders. Sie weiß auch nicht warum. Aber ich. Sie merkte wohl, das unser „Verhältnis“ das überschaubare verlor. Zu regelmäßig. Sie sagte das nicht, aber ich merkte es. Wie als hätte sie wirklich Angst, sich in mich verlieben zu können. Dann erzählte sie mir noch, sie werde sich heute noch mit einem Typen aus dem Internet auf einen Kaffee treffen. Diese Aussagte nervte mich so. Wirklich nicht, weil ich eifersüchtig war. Nein, wirklich nicht. Ich hatte in den letzten Wochen, so eine Art Schwestergefühl für sie entwickelt. Wollte auf Sie aufpassen. Und sie begriff einfach nicht, das sie sich mit ihren Männergeschichten, obwohl die im seltensten Falle sechsuell enden, einfach nicht gutes tut. Ich sagte ihr das glashart, und vergriff mich wohl etwas im Ton, so daß sie dann auflegte. Mehrer Tage Funkstille, bis ich sie anrief um das Gespräch nochmal konkret zu führen. Sie meinte, es könne schon sein, das sie mich auch ausnutze, obwohl sie das nicht will. Das war wohl eine Kernaussage. Ich begriff wohl langsam, das ich auch nur ein Rad in ihrer Krankheit bin. Über mich erhält sie Selbstbewußtsein. Ich sagte ihr immer, wie gut sie im Bett sei und das gefiel ihr offensichtlich. Naja, wie auch immer, etwas veränderte sich. Bald darauf wollte ich wieder hinfahren. Sie erhielt eine SMS von mir nicht, in der ich ihr schrieb, das ich einen Tag später kommen werde. Das erfuhr ich aber erst später. Ich hatte das Wochenende wieder zwei Abenteuerchen, was ich ihr auch sagte. Sie meinte, sie hätte das Wochenende auch sechs gehabt, und habe daher keine Zeit für mich, weil sie ihn heute wieder treffen werden. Ich brach das Gespräch dann ab, weil mir das echt zu blöd war. Und wieder eine Woche Funkstille, wo ich darüber nachdachte, ob ich das noch wolle. Heute (ich befinde mich das erste mal beim Schreiben in der Gegenwart) telefonierten wir. Am letzten Montag wäre sie nur sauer gewesen, da ich mich nicht bei ihr gemeldet hätte, das ich einen Tag später kommen würde. Nur hatte ich das getan, nur sie hat zwei Handies, und eins ist kaputt. Das kann ich ja nicht wissen. Wir redeten ganz nett miteinander. Den Typen hatte sie auf dem Flohmarkt getroffen, mit dem hatte sie schon mal was. Ich wollte das nicht genauer wissen, weil mich das nicht wirklich interssiert. Ich hatte heute nicht wirklich Lust zu ihr zu fahren, suggerierte ihr aber, das ich das schon wolle, oder sie könne ja mal zu mir kommen. Sie wechselte immer das Thema, sagte sie müsse dies und das tun. Ich fragte sie, ob sie sich heute wieder mit dem Typen treffen wollte. Sie bejahte. Ich spielte (wirklich) etwas traurig, um ihre Reaktion zu testen. Sie ging nicht drauf ein. Ich sagte ihr in einem ganz süßen Ton, ob ich ihr denn jetzt ganz egal sei. Wirlich als Test. Sie meinte: „Nein, du bedeutest mir viel zu viel. Aber ich darf mich ja nicht in dich verlieben.“ Da haben wir es, daher die letzten zwei Wochen so anders. Klar, es liegt auf der Hand. Komisch, gerade wärend ich das schreibe, kommt unser Lied. Zufall??? Ich werde ihr jetzt eine E-Mail schreiben und ganz klar definieren, was wir haben und besser nicht mehr miteinander schlafen sollten. Das fällt mir nicht leicht, vielleicht verletze ich sie letztendes doch, nur ich muss dies tun.... Ja was hat mir das mit ihr gebracht? Ich denke sehr viel. Es hat sich etwas gelöst, ich habe mit der Vergangenheit mit ihr Friede geschlossen. Wären wir ganz alleine auf der Welt und wäre ich nicht rational, hätte ich mich bestimmt wieder in sie verliebt. Aber ich habe es nicht getan. Und das sehe ich als Zeichen von Stärke. Die Geschichte findet hier erstmal ihr vorläufiges Ende. Sicher gibt es bald wieder neuen Stoff zu schreiben. Laßt mich noch ein paar Schlußworte finden: So wie ich bin, wie man mich kennt, das ist mein wirklicher Charakter. Lustig, lebensfroh, spaßig, bissl arrogant. So will ich sein. Aber natürlich gibt es auch einen anderen Jens, den man nicht so gut kennt. Einen nachdenklichen Jens, der gedanklich alles emotionale genau unter die Lupe nimmt. Das kann anstrengend sein, und läßt die Sponanität manchmal auf der Strecke. Aber so bin ich nun auch mal. Diese Charaktereigenschaft gehört zu mir, wie Bier und Frauen. Zur Zeit führe ich ein ziemlich ausgelassenes Leben. Jedes Wochenende Vollgas auf der Überholspur. Es macht Spaß, aber es ist auch anstrengend. Aber ich weiß, die richtige Frau, die gibt es auch für mich. In meinem Kopf existiert sie schon, ich weiß, wie sie sein muss. Nur wird es sehr schwer sein, eine solche Frau zu finden. Aber ich werde suchen, bis ich sie gefunden habe. Das aberwitzige ist, ich will zur Zeit keine Beziehung. Habe Angst vor diesen Gefühlen, diesen Erwartungen, dieser Verantwortung. Nur dieser werde ich mich stellen, wenn ich die richtige Frau gefunden habe. Ich kann lieben. Wenn ich liebe, dann tue ich es hundertprozentig, ohne wenn und aber. Ich kann gefühlsmäßig einer Frau den Himmel auf Erden holen. Sie muss mich nur lassen. Wenn ich diese Frau gefunden habe, die dies für mich auch tut, dann habe ich sie. Ich stehe zu dem was ich bin. Mit meiner ganzen Denkweise, die sicher oft konträr ist. Aber so bin ich nun mal. Der Schlußsatz für´s erste: Der Mensch ist die Summe seiner Erfahrungen! Na gut, Quantensprung nach vorne. Ich hab jetzt ca. 2 Monate nicht mehr an dieser Geschichte geschrieben. Es ist aber doch eine Menge passiert, ist doch klar.... Die E-Mail an Johanna hatte ich nun weggeschickt. Das eine Reaktion darauf folgte, war ja klar. Sie rief mich dann irgendwann an. Sie hatte da wohl etwas absolut falsch verstanden. Sie fragte mich, was ich mir denn erwartet hätte. Ich machte ihr ziemlich unmißverständlich klar, das ich nun wirklich überhaupt nichts erwartet hätte. Nur das ich nicht mehr mit ihr schlafen werde. Das ist nicht meine Art, wollt ich auch nicht mehr. Sie akzeptierte das dann mehr oder weniger. Aufjedenfall wollten wir an unserer Freundschaft nichts ändern. Ich saß am Abend mit meinem Papa bei einem Bier. Mein Handy piepste. Da schrieb doch tatsächlich Tanja, sie hätte mich nie betrogen, es war alles ein Mißverständnis, sie wolle das klären. Also das muss ich jetzt ja wohl wirklich nicht verstehen. Mein Verhältnis zu Tanja war in den letzten Jahren mehr als mies. Wenn wir uns durch Zufall über den Weg liefen, grüßten wir uns nicht mal. Sie war einfach für mich eine unerwünschte Person. Deswegen schrieb ich ihr auch in einem ziemlich unfreundlichen Ton zurück, was denn das jetzt solle. So simmsten wir hin und her. Ich schrieb,das dies ja nach der langen Zeit absolut egal sei, usw. usw. usw. Ein paar Tage später, wollte ich dann eine andere Tanja anrufen. Nur blöderweise wählte ich eben die Nummer von der Tanja. Als sie sich dann am Telefon meldete, war ich erstmal verdutzt. Begriff aber ziemlich schnell. War ein komisches Gefühl. Seit 4 Jahren hatte ich ihre Stimme nicht mehr gehört, erkannte sie aber gleich wieder. Ich erklärte ihr, das ich mich verwählt hatte. Trotzdem begannen wir ein kurzes Gespräch. Wir einigten uns dann, dass wir mal Kaffee trinken gehen wollten. Das klappte eine ganze Zeit nicht, da ich geschäftlich sehr eingespannt war. Zwei, drei Wochen später hatten wir beide dann Zeit.  

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